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Sonntag, 3. Juli 2011

Ute Krause: Oskar und der sehr hungrige Drache
ab 5 Jahren, 32 S., geb., ISBN-13: 978-3-7891-6748-5, EUR 12,90
Wer hat Angst vorm großen Drachen? Ein Bilderbuch für mutige Jungen und andere Feinschmecker. Nach einem langen, tiefen Schlaf ist der Drache erwacht. Und nun hat er Hunger, einen Riesenhunger. Wie dumm, dass ihm die Dorfbewohner nur den kleinen Jungen Oskar geschickt haben. Der ist ja nicht einmal eine Zwischenmahlzeit! Doch dafür kann Oskar kochen. Sogar so wunderbar, dass der Drache ihn eigentlich viel zu schade zum Fressen findet …

" ... Eine herrliche Geschichte für Kinder im Kindergartenalter, die aber auch Kindern noch Freude bereitet, die gerade mir dem Lesen selbst beginnen ... " (Adoptivsinn)

Donnerstag, 23. Juni 2011

Ellas Schulabenteuer

Timo Parvela
Ella in der Schule
- Zum Vorlesen und ersten Selberlesen
ab 6 Jahre, dtv Reihe Hanser, 144 S., ISBN 978-3-423-62456-5, € 6,95 [D], € 7,20 [A], sfr 10,90
mit Lehrerprüfexemplar und Unterrichtsmodell
Ella ist in der ersten Klasse und sie geht sehr gern zur Schule. Weil nirgendwo sonst so viele lustige Sachen passieren. Lustig ist es zum Beispiel im Schwimmunterricht, als der Lehrer sagt, sie dürfen alle erst ins Wasser springen, wenn er auf seiner Trillerpfeife pfeift. Wie die sich denn anhört, will Pekka wissen, und da macht es der Lehrer natürlich vor. Timo, Pekka, Tiina und Heidi können leider noch nicht schwimmen. Als der Lehrer sie aus dem Wasser gefischt hat, kann er ihnen nicht mal böse sein. Sie haben schließlich nur gemacht, was er gesagt hat.

Ella in der zweiten Klasse - Auf ins nächste Abenteuer mit Ella
ab 6 Jahre, dtv Reihe Hanser Juli 2011, 160 S., ISBN 978-3-423-62481-7, € 6,95 [D], € 7,20 [A], sfr 10,90
Die lustigsten Sachen passieren immer in der Schule, darum gehen Ella und ihre Freunde auch in der zweiten Klasse noch gerne hin. Lustig ist es zum Beispiel, als der Lehrer ihnen vormacht, wie Sackhüpfen geht. Hoch springen muss man, sagt er. Überhaupt nicht, sagt die Direktorin, flach springen muss man, nur so wird man wirklich schnell! Und bevor sie sich lange streiten, hüpfen sie lieber um die Wette. Gewonnen hätte die Direktorin, wenn sie nicht die Gießkanne beim Eingangstor übersehen hätte. Zum Glück ist ihr nichts wirklich Schlimmes passiert. Höchstens zwei Wochen, sagt die Schulkrankenschwester, dann ist alles wieder heil. - In der Schule ist es wirklich lustig, und es gibt Tage, da findet das sogar der Lehrer.

Samstag, 18. Juni 2011

Engelwelten

Wolfgang Gerts (Text), Anja Weiss (Illustrationen)
Ari, der kleine Schmutzengel - Eine kleine Engelkunde für Kinder und ihre Eltern 
6-9 Jahre, Kirchturm-Verlag, 28 S., ISBN 9788-3-934117-11-2, € 17,30
Der kleine Schutzengel Ari, der lieber mit seinem Schützling herumtollt, als ihn zu beschützen, erhält von höchster Stelle Engelunterricht und lernt dadurch wesentliche Engelfiguren und -geschichten der Bibel kennen. Natürlich können auch schon mal Menschen einem anderen Menschen zu Engeln werden. Auch das wird berücksichtigt. Eine fröhliche „Engelkundeprüfung“ schließt das Buch ab.

... "Aaaariiieel! Wie siehst Du denn wieder aus!" Gabriel schüttelte unwillig sein weises Haupt und blickte mit strafenden Augen auf Ari hinab. "Was hast du heute getrieben? Du solltest doch auf Benjamin in der Parkstraße aufpassen. Der ist doch nur ein kleiner achtjähriger Junge." - Ari blickte schuldbewusst auf den Wolkenboden und versteckte seine Hände hinter dem einstmals weißen Gewand und machte seine Flügel ganz klein. "Ooch, lieber Gabriel, das war nur ein klitzekleiner Unfall. Soll ja nicht wieder vorkommen. Ist einfach so passiert." – "Ein Unfall ist passiert? Wem ist er passiert, Benjamin oder dir? Du bist doch dazu da, Unfälle zu verhüten." – " Wem?" Ari schaute schuldbewusst auf das Wolkenmuster unter ihm. "Benjamin -  und mir!"



Gabriel schüttelte verwundert den Kopf über so viel Unengelisches. "Bitte erzähl!" sagte er streng … (Zur Leseprobe)

Montag, 28. März 2011

Habt ihr schon mal einen Froch geküßt?

Patrick K. Addai
Soll ich einen Elefanten heiraten fragte der Frosch

ab 7 Jahre, Illustration und Grafik von Jokin Michelena, Hardcover, 34 S. mit 14 Bildern; 15 EUR
Die Geschichte erzählt, dass man alles erreichen kann, wenn man es ganz fest will. Der Frosch verliebt sich in ein Elefantenmädchen, aber dem Elefantenvater ist der Frosch als Ehemann für sein Mädchen viel zu gering. Doch der Frosch will das Elefantenmädchen unbedingt heiraten. Mit Hilfe eines Zauberers möchte der Frosch das schaffen. Ob es ihm gelingt?"

Der Autor Patrick Addai aus Ghana erzählt die Geschichte so spannend, dass man Lust bekommt, einen Frosch zu küssen!
 
Patrick K. Addai stammt aus dem Volk der Ashanti in Ghana. Das Volk der Ashanti, mit etwa drei Millionen Menschen der größte Stamm Ghanas, weist eine hohe kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung auf. Akan heißt die Sprache des Volkes, Twi, Fante und Akuapem sind die Namen der Sprachgruppen.
 

Dienstag, 22. März 2011

Patti-Lee gegen Mobbing in der Schule

Barbara Schinko: Eine Insel nur für Patti-Lee
Dieter-Frieß-Verlag März 2011, geb., 104 S., 24 s/w-Ill., ISBN 978-3-941472-02-0, € 10,90 (D), € 11,30 (A)
Die 9-jährige, dickliche Patti-Lee wird von den Mitschülerinnen gemobbt: Julia und Irene nennen sie „Fetti-Patti“, kleben ihr ausgelutschte Kaugummis in die Haare und sperren sie in der Pause auf dem Mädchenklo ein. Patti-Lees Eltern hören nie zu. So bleibt ihre einzige Zuflucht der Hochstand, den sie als ihre „Insel im Kornblumenmeer“ betrachtet. Dort segelt der Pirat Yorick und rächt Patti- Lee, indem er Julia und Irene an wilde Tiger oder an den Seeschlangenkönig verfüttert. Dann taucht Henry auf – ein fremder Junge, der selbst vor häuslichen Problemen auf den Hochstand flieht.

Zwischen ihm und Patti-Lee entspinnt sich ein Kampf um die Insel, doch bald entpuppt sich Henry als guter Freund. Patti-Lee bietet ihm sogar Yorick als Beschützer an. Als das nichts nützt, begreift sie, dass nur sie selbst etwas an ihrer Lage ändern kann. Gemeinsam mit Henry schmiedet sie einen Plan, um ihre Eltern zur Insel zu locken. Dort hören ihr Mama und Papa endlich zu. Sie reden mit der Lehrerin und mit Julias und Irenes Eltern, damit Patti-Lee in der Schule nicht mehr gehänselt wird. Und sie schenken Patti-Lee als Beschützer einen kleinen schwarz-weißen Hund, für den Henry sofort den richtigen Namen findet: Yorick der Zweite.

Wie Yorick zu sagen pflegt: Alles wird gut. Man muss sich nur trauen!

Montag, 4. Januar 2010

Kinder beten anders - ein Charitybuch

Marietta Becker
Hallo Himmel - hier Erde. (Wir) Kinder beten anders
Verlag Monika Fuchs Hildesheim 2009, ISBN 978-3-940078-07-0, EUR [D] 19,90, sFr 34,50
Lieferumfang: • Eltern-Buch – 21 x 21 cm, Hardcover, 32 Seiten, einfarbig dunkelblau gedruckt • Kinder-Büchlein – 12 x 12 cm, Klammerheftung, 24 Seiten, durchgehend vierfarbig gedruckt • Grußkarte, 12 x 12 cm, 4 Seiten, vierfarbig
Auch separat erhältlich: Kinderbüchlein (ISBN 978-3-940078-08-7), EUR [D] 2,50 sFr 3,85
• Grußkarte (Art.-Nr. 104-01), EUR [D] 1,00, sFr 1,50
Das Buch “Kinder beten anders” besteht aus 2 Teilen:
• Aus einem kleinen Bilderbuch kann sich das Kind Situationen aus dem täglichen Leben aussuchen, die es erlebt hat und über die es gerne dem lieben Gott erzählen will (Freude, Trauer, Streit, Krankheit, Verletzung, Ungehorsam, schlechte Noten usw.).
Wichtig ist, das Kind selbst entscheiden zu lassen, worüber es reden möchte.
• Dazu gibt es dann das größere Buch für die Eltern, in dem für den Anfang als Anleitung ein mögliches Gebet zu dieser Situation aufgeschrieben ist. Im Laufe der Zeit sollte das Kind dann jedoch seine eigene Sprechweise zu Gott finden.

Aus der Grußkarte - Webseiten zum Buch

Die Autorin spendet ihr komplettes Autorenhonorar an:
die Münchener Nicolaidis Stiftung - die Internetplattform krebskompass.de

Sonntag, 3. Januar 2010

Helfen macht glücklich

Inga Palme (Autorin), Gerhard von Reith (Zeichnungen)
Der Floh und der Bär - Die Geschichte vom Helfen und Glücklichsein
Sprachen: Deutsch, English, Français, Nederlands, Ελληνικά
Die Geschichte ist einfach erzählt, und mit Worten, die kleine und auch große Menschen ansprechen.
Inhalt: Der Floh und der Bär leben beide zusammen in einem gemütlichen Haus. Eines Tages stellt der Bär fest, dass es nicht alle Flöhe so gemütlich haben. Und so beschließen der Floh und der Bär, möglichst vielen anderen kleinen Flöhen zu helfen, damit diese es auch gemütlich haben. Und das funktioniert, sogar auf der ganzen großen weiten Welt um die Ecke.
Und die Botschaft hinter der Geschichte? Ist auch einfach: Helfen macht glücklich! - Webseiten zu Floh und Bär

Inga Palme schreibt: "Der "Floh und der Bär" Geschichten vom Helfen und Glücklichsein - das ist mein anderes Herzensprojekt. Geschichten, welche ich schreiben "muss", denn eigentlich schreibe ich keine Geschichten. Aber diese polterten vor ca 3 Jahren mit einer unendlichen Energie und Kraft aus mir heraus, sodass mir gar nichts anderes übrigblieb, als sie aufzuschreiben. Und mit seinen wunderbaren Zeichnungen hat Gerhard von Reith der Buchstabensammlung das für mich optischste Leben eingehaucht, was man sich vorstellen kann.

Mittlerweile gibts auch eine zweite Geschichte, sie handelt von einer Schnecke namens Wann-Da. Sie strickt Walenkis für die armen Würmchen im ganz großen Rußland in der großen weiten Welt um die Ecke. Übrigens: Die beiden Hauptprotagonisten gibt es auch im richtigen Leben, sie sind eng mit YouCan Trust verknüpft." Quelle: die sehr empfehlenswerte Xing-Kinder-Hilfsgruppe "Die zweite Insel"

Die Vision: Beiträge leisten für eine glücklichere Welt. Damit Geschichten, Träume und Visionen auch Wirklichkeit werden. Mit dem Erwerb der Geschichte bereiten Sie Sich selbst eine Freude und helfen gleichzeitig Anderen, die es nicht so gut haben. Jedes Büchlein, das auf die Reise geht, wird helfen, unsere Welt ein Stückchen besser zu machen.
Sie können die Geschichte mit Ihrem eigenen Logo und/oder auch mit Farben schmücken. So können Sie das „etwas andere“, sinnvolle Merchandising betreiben, denn indem Sie auf diese Art für Sich werben, helfen Sie wiederum anderen auch glücklich zu sein. Sprechen Sie uns an, wir lassen uns gern von neuen Ideen überraschen und helfen bei der Umsetzung. Gegen eine Schutzgebühr erteilen wir die Genehmigung, die Geschichte vom Floh und vom Bär und auch das Bildmaterial für Ihre eigenen Werbezwecke zu verwenden.
Folgende Formate sind aktuell lieferbar
- Kleinheftformat: 10x10 cm für 2,00 Euro/Stück plus Porto.
Zehn Ausgaben gibts für jeweils 1,80 Euro plus Porto.
- Booklet DIN A 5 Querformat: 21x14,8 cm für 6,00 Euro/Stück plus Porto
Zehn Ausgaben gibts für jeweils 5,50 Euro plus Porto

Freitag, 6. November 2009

Kasperle-Spiele

A.Weissenberg-Seebohm
Mit Kasperle durch das Jahr - Vier grosse Kasperle-Stücke
Kartoniert, 63 S., ISBN-10: 3-7725-0445-0. ISBN-13: 978-3-7725-0445-7, 8,50 EUR
Wenn sich der kleine Vorhang öffnet und fröhlich das Kasperle seine Zuschauer begrüßt, schlagen Kinderherzen höher. In diesem Buch finden sich vier Stücke, die einen Bezug zu den Jahreszeiten und den vier großen Festen – Ostern, Johanni, Michaeli und Weihnachten – haben und so das ganze Jahr über das Wohn- oder Kinderzimmer zu einem besonderen Theater werden lassen. Nimm Kasperle auf die Hand und schau ihn gut an. Er lacht dich mit seinen fröhlichen Augen an, er steckt seine lange Nase in alles, was ihm begegnet und … dann fängt auf einmal ein neues Abenteuer für ihn an.

Montag, 26. Oktober 2009

Nachtrag zu: Die Geschwister Sil, Gert und Mare

Selma Noort
Ein Gespenst für drei - Geschichten von Sil, Gert und Mare
ab 6 Jahren, Harmen van Straaten (Ill.), übersetzt von Beate Fach, geb., 101 S., ISBN-10: 3-7725-2273-4, ISBN-13: 978-3-7725-2273-4, 12,50 EUR
Hast du auch Geschwister? Dann kann dir dies alles passieren:
• Du wirst Spion genannt, weil du bemerkst, dass dein Bruder neben einem Mädchen sitzt. • Deine Schwester schlägt jemandem mit dem Minigolfschläger einen doppelten Pommeseinwerfer. • Du wirst fast skalpiert und mit einem Gespenst zur Nachbarin geschickt. • Dein Bruder schiebt dir in die Schuhe, dass Sambal nicht nach Marmelade schmeckt. • Weil deine Schwester auf der Welt ist, wird dein Vater bestimmt Sieger im Bauchrutschen!
Sil ist aktiv und abenteuerlustig, Gert eher nachdenklich und gewissenhaft. Mare, die Jüngste, lässt sich gern von ihren großen Brüdern helfen, aber sie hat ihren eigenen Kopf und ist nicht auf den Mund gefallen. Kein Wunder, dass es bei ihnen zu Hause turbulent zugeht. Und manchmal, das erzählt Selma Noort in diesem dritten Band ihrer Geschichten von den drei Geschwistern, sorgen auch die Eltern für Überraschungen. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass Papa, der so gern Saxophon spielt, auch ein sportliches Talent hat? Zum Vorlesen ab 6 und zum Selberlesen ab 8 Jahren. "Ein Gespenst für drei" wurde mit dem niederländischen Kinderbuchpreis «Der silberne Griffel» ausgezeichnet. - Die beiden anderen Geschichten von Sil, Gert und Mare

Samstag, 24. Oktober 2009

Die Geschwister Sil, Gert und Mare

Selma Noort
Drei in voller Fahrt - Geschichten von Sil, Gert und Mare (2)
ab 6 Jahren, Harmen van Straaten (Ill.), übersetzt von Beate Fach, geb., 95 S., ISBN-10: 3-7725-2272-6, ISBN-13: 978-3-7725-2272-7, 12,50 EUR
Hast du auch Geschwister? Dann kann dir einiges blühen: Dein Bruder weigert sich, einen Badeanzug zu tragen, und du musst ihm aus der Patsche helfen - Du erklärst, was ‹gestampfte Mädchen› sind, und dann wirft deine Schwester deine Spielsachen aus dem Fenster - Du legst deine Schweißfüße auf den Tisch, und deshalb müssen alle das Haus verlassen - Deine Schwester will auf ein Geburtstagsfest in Amerika, und du darfst nichts verraten - Du musst zur Strafe in der Ecke sitzen, weil dein Bruder einen Mega-Pups gelassen hat ...
In ihrem zweiten Band über die Geschwister Sil, Gert und Mare erzählt Selma Noort neue kleine und große Abenteuer und tägliche Begebenheiten, bei denen die drei Kinder die Nerven ihrer Eltern gehörig strapazieren. Ob sie mit dem Gokart in den Wassergraben fahren, Zaubermarmelade kochen oder über das Schicksal des schrottreifen Autos diskutieren – immer sprüht der Schalk aus diesen humorvollen Geschichten zum Vorlesen oder ersten Selberlesen. Aber auch ernste Themen wie Eifersucht und Schwierigkeiten beim Schwimmenlernen spart das Buch nicht aus und lässt uns die Geschwister noch mehr ans Herz wachsen.

Selma Noort
Immer diese Dickköpfe - Geschichten von Sil, Gert und Mare (1)
ab 6 Jahren, Harmen van Straaten (Ill.), übersetzt von Beate Fach, geb., 99 S., ISBN-10: 3-7725-2232-7, ISBN-13: 978-3-7725-2232-1, 12,50 EUR
Selma Noort erzählt Geschichten über Mare und ihre älteren Brüder Sil und Gert. Alle drei haben einen gehörigen Dickkopf und geraten oft aneinander, vertragen sich dann aber auch wieder. In heiklen Situationen helfen sie sich sogar gegenseitig. Das Buch veranschaulicht kleine Alltagsbegebenheiten so liebenswürdig und überzeugend, dass es zum Vorlesen und für den Leseanfänger ein wirkliches Vergnügen ist – und für den Vorlesenden auch.
Hast du auch Geschwister? Dann kannst du so manches erleben: Du verkaufst einen kaputten Gummiball für 20 Euro, und die glauben es dir auch noch - Du musst in der Schule spucken und dein Bruder bringt dich nach Hause. Er weiß sogar, was er tun soll, wenn du ganz schrecklich blutest oder so - Die Mutter eines kleinen Mädchens beschimpft dich, obwohl das Mädchen nicht mal die Freundin deiner Schwester ist - Du hast Angst im Dunkeln, aber deine Schwester nicht, weil sie gut nachdenken kann ...
«Wenn ich schreibe, denke ich an meine Leser, die Kinder. Wenn ich mit jemandem rede, rede ich so, dass der andere mich verstehen kann. Und darum geht es mir auch, wenn ich schreibe.» Selma Noort
Zur dritten Geschichte von Sil, Gert und Mare: Hier im Blog

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Eine Weihnachtsgeschichte zum Vor- oder Selberlesen, die glücklich macht.

Frank McCourt
Wo ist das Christkind geblieben? - Eine Weihnachtsgeschichte
Mit Fotos und Illustrationen von Reinhard Michl, geb. Halbleinen, 32 S., 16 Illustrationen, ISBN: 978-3-630-87270-4, € 12,95 [D], € 13,40 [A], CHF 23,90
Frank McCourt, der begnadete Erzähler und Erfolgsautor, trägt diese Geschichte schon lange mit sich herum. Es ist eine Geschichte über Kinder und über Weihnachten, vor allem ist es eine wahre Geschichte, die sich zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts in Limerick ereignet hat. Als Frank McCourts Mutter Angela sechs Jahre alt war, machte sie sich an Weihnachten große Sorgen um das Christkind, das in der Krippe in der kalten St.-Josephs-Kirche, ganz in der Nähe ihres Zuhauses, sicher bitterlich frieren musste. Aus eigener Erfahrung wusste sie, dass es nichts zu bedeuten hatte, wenn das Christkind selig lächelte. Schließlich war seine Mutter auch da, und dann noch die Hirten mit ihren Schafen und die Heiligen Drei Könige, da sagte man nichts, wenn man fror und Hunger hatte. Also beschloss sie, das Christkind zu sich nach Hause zu holen, damit es sich in ihrem Bett aufwärmen konnte … Eine klassische Weihnachtsgeschichte voller Charme und Witz – über Kinder, ihre ganz eigene Weltsicht, über Fantasie und Familienzusammenhalt.
Leseprobe (Auszug): " ... Als meine Mutter Angela sechs Jahre alt war, hatte sie Mitleid mit dem Christkind in der Weihnachtskrippe der Josefskirche, nicht weit von der Schulhausgasse, in der sie wohnte. Das Christkind fror doch sicher, und sie konnte nicht verstehen, dass niemand eine Decke über seinen pummeligen kleinen Körper legte. Es sah zwar ganz zufrieden aus und lächelte zu seiner Mutter auf, der Jungfrau Maria, zum heiligen Josef und zu den drei Hirten, die kleine Lämmchen mit weichem warmem Fell in den Armen hielten.
Aber selbst wenn es fror, würde das Christkind sich nicht beklagen, denn es hätte natürlich nie und nimmer seiner Mutter auch nur den geringsten Kummer bereitet.
Doch die kleine Angela ließ sich nichts vormachen. Ihr war auch oft kalt, und Hunger hatte sie auch oft, aber sie beklagte sich nie, denn sonst hätten ihre Mutter und ihre Geschwister gleich gesagt, sie solle kein solcher Jammerlappen sein. (Kein Jammerlappen zu sein, war damals in Irland sehr wichtig.) Nein, sie musste etwas für das arme kleine Christkind tun, und sie würde keiner Menschenseele etwas sagen.
Ein paar Tage vor Weihnachten versteckte sie sich im Beichtstuhl, im mittleren Teil, wo der Priester sitzt, und spähte von Zeit zu Zeit hinaus, um zu sehen, ob die Kirche leer war. Alte Leute wie Mrs. Reidy und Mr. King knieten in den Bänken, beteten, schnieften und schlugen sich an die Brust, und Angela fragte sich, warum sie nicht nach Hause gingen und eine schöne Tasse Tee mit ganz, ganz viel Zucker drin tranken. Auf einmal musste sie selbst niesen, und die alten Leute erschraken und fragten sich, wo das Niesen herkam. Hier spukt es, flüsterten sie einander zu, und schlurften hinaus, so schnell sie konnten ... " Zur Leseprobe (pdf)

Dienstag, 20. Oktober 2009

Bibs ist stinksauer

Hans Magnus Enzensberger, Rotraut Susanne Berner
Bibs
ab 7 Jahren, Hanser Verlag 2009, Fester Einband, 32 S., ISBN 978-3-446-23380-5, 12.90 € (D), 22.90 sFR (CH), 13.30 € (A)
Bibs ist stinksauer! Sein Fahrrad ist weg, sein Bruder Yanni hört im gemeinsamen Zimmer ständig Popmusik, die Eltern schimpfen, und überhaupt: Alle nerven! Am besten, er legt sich in den Wäschekorb. Warm ist es hier und kuschelig. Wenn es nur ein bisschen heller wäre, denkt er. Und plötzlich ist Licht in der Wäschekammer. Eigenartig, aber scheinbar muss Bibs sich nur etwas wünschen, und schon hat es sich erfüllt. In seiner Wut lässt er gleich mal die ganze Welt verschwinden ... Ein phantasievolles Bilderbuch ...
Leseprobe (Auszug): " ... Aha, sagt Bibs.
Dann fällt ihm wieder die ganze Welt ein. Dass sein Fahrrad weg ist, dass es dauernd gießt, und dann noch die Hausaufgaben. So etwas Blödes, die ganze Welt da draußen!
Was er nur hat?
Wenn es nur sein Bruder Yanni wäre! Aber dann hat Bibs sich zum Geburtstag einen Hund gewünscht, so einen langhaarigen mit schwarzweißem Fell, aber seine Mutter hat gesagt, das kommt gar nicht infrage. Außerdem tut sie ihm immer Salatgurke aufs Brot, obwohl Bibs Salat gurke auf den Tod nicht ausstehen kann. Und übrigens: Dr. Brommel, der Geschichtslehrer, hat ihm sein Taschenmesser weggenommen, ein sehr gutes Schweizer Taschenmesser. Dieser Typ hat sich wahnsinnig aufgeregt, so, als wollte Bibs mit diesem winzigen Taschenmesser seine Mitschüler abstechen. So was Blödes! Glatter Diebstahl war das. Eine Unverschämtheit.
Mir reicht’s, sagt Bibs. Die ganze Welt kann mir gestohlen bleiben. Hau ab, ruft er, ganze Welt!
Und dann geht alles sehr schnell ... Zur Leseprobe (pdf)

"Mobbing - Schluß damit"

Michael Borlik
Wehr dich doch, Ivo! - Wer erpresst Ivo?
Ab 8 Jahren, mit Illustrationen, geb., 128 S., ISBN: 978-3-522-18032-0, 8,90 €, 9,20 €, 16,90 sFr
Mia versteht das nicht. Ihr bester Freund Ivo redet kaum noch mit ihr, verdrückt sich immer so schnell wie möglich vom Schulhof und hat ständig blaue Flecken. Als sie herausfindet, dass er erpresst wird, fragt sie sich: Warum wehrt sich Ivo denn nicht? Mia ist fest entschlossen, ihm zu helfen – und sie hat auch schon einen Verdacht, wer der Erpresser sein könnte ...
Dieses Buch ermutigt Kinder dazu, Zivilcourage zu zeigen, ohne sich selbst in Gefahr zu begeben.
Leseprobe (Auszug): " ... Mia zog eine Braue hoch. »Lügner«, grummelte sie. Das war jetzt schon das dritte Mal in dieser Woche, dass er das behauptete. Aber so tollpatschig konnte nun wirklich keiner sein. Ganz klar, etwas stimmte nicht mit ihm. Nur was? Alles hätte Mia dafür gegeben, das herauszu6finden. Doch Ivo biss sich lieber die Zunge ab, anstatt es ihr zu verraten. So ein Blödmann!
»Du hast gerade deinen Bleistift zerbrochen«, sagte Hanna leise. »Hab ich gar nicht gemerkt«, murmelte Mia verlegen. Missmutig starrte sie das größere Stück ihres Lieblingsstiftes an, auf dem eine Elfe zu sehen war, die jetzt keinen Kopf mehr hatte. Das war allein Ivos Schuld, weil sie so schrecklich wütend auf ihn war. Im Übrigen zog Ivo gerade ein Gesicht, als versuchte Frau Cecilie ihm den Arm abzureißen. Geschähe ihm ganz recht, dachte Mia und bekam sofort ein schlechtes Gewissen.
Sie seufzte. Was hat Ivo bloß? Bis vor wenigen Tagen waren sie noch die besten Freunde gewesen. Jetzt ging er ihr aus dem Weg. Dabei hatten sie sich nicht einmal gestritten. Außer dass sie ihn einen Dummkopf genannt hatte, weil er ihr nicht sagen wollte, woher seine vielen Schürfwunden und blauen Flecken kamen. »Du bist viel zu neugierig«, hatte er sie angefaucht. Seitdem gingen sie sich aus dem Weg ... " Leseprobe (pdf) ... Mehr Bücher zu "Mobbing": ... Diese Bücher erzählen Geschichten von Opfern und Tätern, von Opfern die zu Tätern werden und von Tätern, die selbst Opfer sind. Alle Geschichten sind wahr oder könnten sich so tatsächlich abgespielt haben ... auf "Mobbing - Schluss damit!

Sonntag, 18. Oktober 2009

Zum 250. Geburtstag Schillers: Die Bürgschaft - Der Taucher

Friedrich Schiller
Die Bürgschaft
ab 7 Jahre, Kindermann Verlag Reihe Poesie für Kinder, mit Bildern von Jenny Brosinski, Halbleinen, Pappband matt kaschiert, Fadenheftung, durchgängig 4-farbig, ISBN 978-3-934029-34-7, 15,50 € [D], sFr 27,50
"Ich sei, gewährt mir die Bitte … in eurem Bunde der dritte!". Damon zieht aus, um den grausamen König Dionys zu ermorden. Das Unterfangen misslingt. Noch bei seiner Ergreifung wird er zum Tode am Kreuz verurteilt. Damon bittet nicht um sein Leben, aber um eine Gnadenfrist von drei Tagen, um seiner Familie einen letzten Dienst erweisen und seine Schwester verheiraten zu können. Als Unterpfand bleibt Damons Freund zurück. Verstreicht die Frist bis zum Sonnenuntergang am dritten Tag vor der Wiederkehr des Verurteilten, so muss der Bürge an Damons Stelle sterben. Gejagt von der ablaufenden Zeit und der Angst um den geliebten Freund begibt sich Damon auf eine Reise, die ungeahnte Gefahren und Hindernisse birgt. Schafft er es, rechtzeitig zurück zu sein und den Freund vor dem sonst sicheren Tod zu retten …?
Wer kennt sie nicht, Friedrich Schillers berühmte Ballade Die Bürgschaft, die von unerschütterlichem Vertrauen und treu ergebener Freundschaft zeugt! Jenny Brosinski gelingt es mit fantasievollen und witzigen Bildern, das packende Geschehen um Damon und seinen Freund auf kindgerechte Art einzufangen.

Friedrich Schiller
Der Taucher
ab 7 Jahre, Kindermann Verlag Reihe Poesie für Kinder, mit Bildern von Willi Glasauer, 32 S., Halbleinen, Pappband matt kaschiert, Fadenheftung, durchgängig 4-farbig, ISBN 978-3-934029-33-0, 15,50 € [D], sFr 27,50
"Wer wagt es, Rittersmann oder Knapp ...?" - Dieser Ausruf des Königs bildet den Auftakt zu Friedrich Schillers berühmter Ballade Der Taucher. Wem es gelingt, einen goldenen Becher aus dem wütenden Meer zu bergen, der darf diesen behalten. Zum Entsetzen der Menge wagt ein kühner Edelknecht den gefährlichen Sprung von der steilen Klippe. Sein Mut zahlt sich aus. Doch der König erhöht den Einsatz und fordert den Jüngling ein zweites Mal auf sein Leben zu riskieren und nach dem goldenen Becher zu tauchen. Diesmal winkt ihm als Belohnung die Hand der schönen Königstochter. Nimmt er die Herausforderung noch einmal an? Und bleibt ihm das Glück in diesem Machtspiel des Königs auch weiterhin treu?
Willi Glasauers beeindruckende Illustrationen lassen das dramatische Geschehen im tosenden Meer mit seinen gefährlichen Strudeln, spitzen Korallen und furchtbaren Seeungeheuern zum Erschauern lebendig werden. Ein weiterer Band der Reihe Poesie für Kinder, in welchem ein bedeutsames Werk der deutschen Klassik kleinen und großen Lesern auf unvergleichliche Art nahe gebracht wird.
Willi Glasauer über seine Arbeit zum "Taucher": "In der Schule mußte ich "die Glocke" von Schiller auswendig lernen. Seitdem hasse ich Schiller. Dabei kann er nichts dafür, nicht er hat mich das Gedicht auswendig lernen lassen, sondern ein engstirniger Lehrer, dem es nicht darauf ankam, dass ich begriff, was Schiller schrieb, sondern dass ich ihn auswendig herunterplappern konnte. Mit gemischten Gefühlen nahm ich daher den Auftrag an, Schillers "Taucher" zu illustrieren. Noch dazu den dummen Scherz "gluck, gluck, weg war er" im Hinterkopf. Aber beim Arbeiten tauchen ganz praktische Fragen auf:" Wie sieht der König aus? Was ist das für ein Typ? Wo findet das ganze statt?" usw, usf. Es bleibt nicht aus, dass man sich Gedanken machen muß. Eine Menge Skizzen mußte ich wegwerfen, bevor ich begriff, dass dieser König stellvertretend für alle Machthaber steht, die leichtsinnig oder aus machtgierigen Gründen das Leben der Jungen, der nächsten Generation auf's Spiel setzen. Nachdem ich das begriffen hatte, kooperierte ich mit Schiller und zeichnete drauf los."

Mehrsprachiges Kunstbuch

Alain Le Saux, Grégoire Solotareff (Hrsg.)
Das kleine Museum
ab 6 Jahren, Moritz Verlag, 310 S., Fadenheftung, Flexcover, ISBN 978-3-89565-150-2, € 16,80 [D], € 17,30 [A], Fr. 27.80
Dieses Buch gibt es auch in einer 6-sprachigen Ausgabe (Deutsch – Englisch – Französisch – Russisch – Spanisch – Türkisch) und in einer viersprachigen Ausgabe für die Schweiz.
Ein Kompendium der Kunst, von Adler bis Zylinder alphabetisch geordnet: 149 Begriffe, dazu 149 Ausschnitte aus Gemälden großer Meister der Klassik und der Moderne, versammelt dieses umfangreiche kleine Museum “ebenso einfach wie verblüffend” (Neue Zürcher Zeitung) und verlockt auf unwiderstehliche Weise immer wieder zum Blättern, zum Nachschlagen und zu Entdeckungsreisen in der Kunst.
Auszeichnungen: Luchs der ZEIT und Radio Bremen; Die besten 7 Bücher für junge Leser (Focus/Deutschlandfunk)

Freitag, 16. Oktober 2009

Zum Mitmachen

Margret Netten (Text), Sonja Thoenes (Illustr.)
Das Gänseblümchen Fredericke - Lese-Mitmach-Heft
A4, brosch., 40 S. - optimal auch als Kopiervorlage, ISBN: 978-3-86740-035-0, 12,50 EUR
Ein Gänseblümchen namens „Fredericke“ hat den innigen Wunsch, einmal ganz groß zu sein – so groß wie ein Apfelbaum. Beim nächsten Regen saugt Fredericke mit ihren Wurzeln so viele Regentropfen auf, wie sie nur kann, und wächst über Nacht zu einem riesigen Gänseblümchen heran. Dabei erlebt Fredericke völlig Unerwartetes und ist letztendlich auf die Hilfe ihrer „kleinen Freunde“ angewiesen.
Das Gänseblümchen Fredericke – eine Geschichte zum (Vor-)Lesen, Ausmalen und Gestalten. Mit großem Kreativteil: Mandala, Daumenkino, Zauberreigenspirale … Die Geschichte beschäftigt sich auf kindgerechte Weise mit dem Thema „Selbstfindung“ und verdeutlicht den Wert und die Bedeutung von Freundschaften. Ideal für die 1. und 2. Klasse, die Nachmittagsbetreuung, zum Vorlesen im Kindergarten, für zu Hause... Mehr zum Buch
Rezension auf "Lesen fördern" (Auszug): " ... Und es gibt eine zweite Ebene, auf der die Geschichte spielt. Es geht auch darum, seine eigenen Wünsche zu verwirklichen, seine Träume nicht nur Träume sein zu lassen, sich selbst zu finden. Auch das ist für jeden Menschen wichtig, gerade für Kinder, die sich und ihre Grenzen und ihre eigenen Fähigkeiten ja erst noch entdecken müssen. Aber natürlich müssen auch sie eben erkennen – genau wie Fredericke -, dass einem manchmal bei der Verwirklichung eigener Ziele und Ideen Grenzen gesteckt sind. Dann aber ist es toll, wenn man gute Freunde an seiner Seite hat ... " - Zur Rezension

Montag, 5. Oktober 2009

Aus "Thienemanns Quatschgeschichten"

Chantal Schreiber
Walter wandert
Thienemann Verlag 2009, Ab 6 Jahren, mit farbigen Illustrationen, geb., 64 S., ISBN: 978-3-522-18181-5, 9,90 €
Viele Bilder, wenig Text, viel Humor! - Walter ist eine Wanderratte. Also geht er wandern. Er lernt vom Specht, wie man sich aus einem Baum Essen beschafft, findet einen echten Wanderratten-Wiesenschlitten, bekommt von Zweibeinern ein wunderschönes Haus mit Wanderratten-Abenteuerspielplatz zur Verfügung gestellt – und macht jede Menge Quatsch!
Rezension Lernklick (Auszug): " ... Schlittenschirme, sprechende Äpfel und Wanderrattentaxis – bei Wanderratte Walter ist alles möglich. Zusammen mit dem frechen Protagonisten und farbenfrohen Illustrationen steigen Erstleser problemlos in die 12 Kurzgeschichten ein und erleben kleine Alltagsabenteuer ... " - Zur Rezension

Sonntag, 4. Oktober 2009

Winterzeit - Spielezeit

Numino das geniale neue Rechenspiel nach dem bekannten Prinzip des Domino
Anaconda Verlag 2009, 99 Spielsteine und 4 Aufsteller im Spielkarton mit Spielanleitung, Format 13 x 26 x 4 cm, Für 24 Spieler ab 6 Jahren, ISBN 978-3-86647-394-2, € 10,30, € 9,95 (A), sFr 18,50
Endlich macht es Spaß, die vier Grundrechenarten zu lernen. Und wer sie schon beherrscht, kann durch taktisches Spielen den Sieg erringen. Ein wenig Glück gehört natürlich auch dazu, und den Schwierigkeitsgrad der Spielrunde können Sie selbst bestimmen. Spielen Sie verdeckt oder offen, mit vielen oder wenigen Spielsteinen ganz nach Lust, Laune und Können. Küren Sie den Rechenmeister der Familie oder der Schulklasse und steigern Sie gleichzeitig Ihre Konzentration und das schnelle Denken.

Mittwoch, 26. August 2009

Astronomie und Astrologie für Kinder

Harry Ford
Sterne beobachten - Astronomie für Kinder
Ab 8 Jahren, 40 S., über 200 Farbfotografien, geb., ISBN 978-3-8310-0912-1, 8,90 € (D), 9,20 € (A), 16,90 sFr
Sterne sind etwas Besonderes. Ihre Leuchtkraft und Konstellationen ziehen nicht nur Kinder magisch in ihren Bann. Mit diesem Beobachtungsbuch wird der nächtliche Sternenhimmel zum Experimentierfeld und gibt vielleicht sogar einige seiner Geheimnisse preis. Fragen wie „Was passiert bei einer Mondfinsternis“, „Warum ist der Mars so rot?“ oder „Wie baue ich ein Teleskop oder ein Planetenmodell?“ werden hier beantwortet. Dazu finden sich detaillierte Sternenkarten zur eindeutigen Bestimmung und viele einfache Experimente. Praxisorientiert und unkompliziert - das komplette Know-How für kleine Himmelsforscher.

Andrea Sander
Die Himmelskinder - Die Geschichte ist eine märchenhafte Einführung für Kinder in die Astrologie
ab ca. 8 Jahren, Kern Verlag, 88 S., geb., ISBN 978-3-934983-06-9, 16,90 €
Aufruhr im Schloss des Sonnenkönigs! Gerade am Geburtstag der beiden Himmelskinder - Sonnenkind und Mondkind - verschwindet der Sternenstaub der Sterne spurlos. Ohne den Sternenstaub aber fallen alle Sterne vom Himmel. Sofort machen sich die zwei Himmelskinder auf den Weg, um den Sternenstaub zu finden. Ihre abenteuerliche Reise führt sie durch die zwölf astrologischen Tierkreiszeichen, und in jedem Zeichen erleben sie fantastische Abenteuer.
Für die Eltern: Hier wird keine trockene Astrologie erklärt. Vielmehr wird die Charakteristik jedes einzelnen Tierkreiszeichens in Form einer märchenhaften und abenteuerlichen Geschichte erzählt.
Leseprobe: Na so was, sie befanden sich wieder im selben Garten, aber doch sahen die Bäume jetzt anders aus. Sie trugen keine Knospen mehr, sondern Blüten in allen Farben. Ein laues Lüftchen wehte, das Gras schimmerte in sattem Grün und war so hoch, dass es bald gemäht werden sollte. Als die Kinder weiterliefen, kamen sie zu einem alten, verfallenen Haus, in dem wohl große Armut herrschte.
Davor saß eine freundliche Frau, die ein altes, abgetragenes Kleid trug, aber sehr sauber und gepflegt aussah. Auf ihrem Schoß saß eine Katze, die sie zärtlich streichelte.
"Hallo liebe Kinder!", sprach die Frau die beiden freundlich an. "Ich heiße Maria. Woher kommt ihr? Ach ihr habt sicher Hunger. Kommt doch zu mir rein. Meine Kinder kommen auch gleich von der Schule zum Essen nach Hause, dann könnt ihr gerne mitessen. Wir haben zwar nicht viel, aber es wird für alle reichen."
Auf einmal merkten die Zwillinge, wie hungrig und durstig sie waren, und freuten sich sehr über diese Einladung. Kaum hatten sie sich an den Tisch gesetzt, vernahmen sie auch schon Kinderstimmen.
"Mutter, wir sind da! Unsere Hände haben wir schon am Brunnen gewaschen, und wir bringen einen riesen Hunger mit."
Lachend setzten sie sich an den Tisch, die Mutter brachte jedem einen Becher Milch, gab ihnen ein kleines Stück Brot in die Hand und stellte jedem einen Teller Gemüsesuppe hin. Jetzt erst bemerkten die Kinder die Zwillinge. Lachend sagte Uschi, die Älteste: "Hallo, seid herzlich willkommen! Ich bin Uschi, das ist Conny, Gitte, Andi, Sascha, Maie, Joggi und unser Nesthäkchen Dani."
"Ich bin kein Nesthäkchen mehr, bin schon 6 Jahre alt", antwortete Dani trotzig. Vierzehn lustige Kinderaugen sahen Dani an, und keiner widersprach ihr. Als alle mit dem Essen fertig waren, fragten sie die Königskinder, ob sie zum Bach mitkommen wollten, dort gäbe es hin und wieder mal einen Fisch zu angeln. Sie räumten ihre Teller ab, bedankten sich bei ihrer Mutter für das feine Essen, nahmen die Königskinder an die Hand und gingen mit ihnen nach draußen. Nahe am Bach setzten sie sich auf die Wiese.
"Hier ist sie ja wieder!" Ganz aufgeregt stand Sascha auf und blickte sehnsuchtsvoll in den Bach hinein. "Die große Forelle! Seit zwei Jahren versuchen wir sie zu angeln. Aber sie ist zu klug, und schnappt nie nach dem Köder."
"Mhhhhh, die in der Pfanne zu Braten, was für ein Festessen das wäre", sagte Joggi ganz verträumt vor sich hin.
Da hielt Mondkind seine Hand über die Forelle, die im Wasser hin und her schwamm, und aus seiner Hand kamen tausend kleine Eiskristalle die in der Sonne wie Diamanten glitzerten, und die Forelle in Sekundenschnelle einfror. Die Forelle schwamm jetzt ganz oben und Sascha konnte sie mit einem Lachen um die Augen leicht aus dem Bach fischen.
Uschi aber sah die Königskinder erstaunt an und fragte: "Wer seid ihr nur?"

Tim hilft Jani Kecke

Lisa Boersen
Jani Kecke und der blaue Tagträumer
ab 7 Jahren, Illustr. von Linda Groeneveld, 2009, geb., 128 S., ISBN-13: 978-3-8251-7671-6. 11,90 EUR
Tim ist neun Jahre alt und nicht gerade der Schnellste in seiner Klasse. Leider fehlt seinen Eltern und Lehrern jegliches Verständnis dafür, dass er sich oft in seine Tagträumereien zurückzieht. Aber gerade das macht ihn zum Auserwählten für Jani Kecke! Denn der hat ein großes Problem ... Für die meisten Menschen ist Jani Kecke unsichtbar, niemand sieht ihn, wenn er kommt und den Menschen Schlafsand in die Augen streut. Nur besondere Menschen wie Tim können ihn entdecken. Und deshalb muss er Jani Kecke helfen, denn der hat aus Versehen die Königin in einen hundertjährigen Schlaf versetzt, aus dem nur Tim sie wieder erwecken kann. Aber wie sollen ein Junge und ein unsichtbarer Zwerg an den Palastwachen vorbeikommen?
Leseprobe: "... Wusstest du das, Tim, dass Menschen verrückt werden, wenn sie nicht jede Nacht träumen können?
Tim schüttelte den Kopf. Nein.
Auch Herr Stievens schüttelte den Kopf.
Stell dir vor, sagte Jani Kecke verächtlich. Wenn Menschen sich nachts nicht wegträumen könnten. Was für ein Elend. Dieser Mann ist … ist … ein Knallkopf.
Tim lachte laut auf.
Herr Stievens schaute streng. Was ist daran so lustig? Jetzt schau mich bloß nicht so unschuldig an, diese Tricks kenn ich längst. Ich …
Und da fiel Herr Stievens auf einmal der Länge nach auf den Tisch. Er schnarchte leise.
So, sagte Jani Kecke und zog den Reißverschluss seiner Hüfttasche zu. Jetzt hält er wenigstens den Mund.
Du hast ihn in Schlaf gestreut!, sagte Tim erschrocken.
Und zwar lange. Für acht Stunden und zehn Minuten, antwortete Jani Kecke befriedigt. Genau richtig ... "
Rezension Litterula: " ... Die junge Autorin Lisa Boersen schreibt sehr liebevoll, munter und einfallsreich. Mit ihrem Erstling ist ihr ein wirklich ganz süßes Buch gelungen, das die Herzen der Leser im Sturm erobert. Ab sieben Jahre ist es schon prima vorzulesen, der coole Kecke kommt aber auch bei den Neunjährigen noch bestens an ... " - Zur Rezension