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Dienstag, 10. November 2009

Vom Lehmhaus zum Wolkenkratzer

Susanna Partsch
Wie die Häuser in den Himmel wuchsen - Die Geschichte des Bauens
Ab 12 Jahre, Mit zahlreichen Fotos, Dokumenten, Zeichnungen und einem Sachregister, 208 S., ISBN 978-3-423-62110-6, Euro 12,50 [D], 12,90 [A], sFr 21,90
Angefangen hat alles mit Lehmhütten vor Tausenden von Jahren, heute herrschen andere Baumaterialien vor. Beton, Stahl und Glas ermöglichen es, gigantische Projekte zu verwirklichen. Wie ist das möglich? Wie tief muss ein Fundament im Boden verankert sein, damit ein Wolkenkratzer auch einem Erdbeben standhält. Das steht unter anderem in diesem Buch.
Darüber hinaus erzählt Susanna Partsch von der großartigen Erfindung des Glasfensters, von komfortablen römischen Badehäusern, von kleinen Stiegen und Ehrfurcht gebietenden Aufgängen. So entsteht eine lebendige Geschichte des Häuserbaus und der Stadtplanung, angereichert mit Fotos, Dokumenten, Zeichnungen und vielen Plänen.

Mittwoch, 26. August 2009

Astronomie und Astrologie für Kinder

Harry Ford
Sterne beobachten - Astronomie für Kinder
Ab 8 Jahren, 40 S., über 200 Farbfotografien, geb., ISBN 978-3-8310-0912-1, 8,90 € (D), 9,20 € (A), 16,90 sFr
Sterne sind etwas Besonderes. Ihre Leuchtkraft und Konstellationen ziehen nicht nur Kinder magisch in ihren Bann. Mit diesem Beobachtungsbuch wird der nächtliche Sternenhimmel zum Experimentierfeld und gibt vielleicht sogar einige seiner Geheimnisse preis. Fragen wie „Was passiert bei einer Mondfinsternis“, „Warum ist der Mars so rot?“ oder „Wie baue ich ein Teleskop oder ein Planetenmodell?“ werden hier beantwortet. Dazu finden sich detaillierte Sternenkarten zur eindeutigen Bestimmung und viele einfache Experimente. Praxisorientiert und unkompliziert - das komplette Know-How für kleine Himmelsforscher.

Andrea Sander
Die Himmelskinder - Die Geschichte ist eine märchenhafte Einführung für Kinder in die Astrologie
ab ca. 8 Jahren, Kern Verlag, 88 S., geb., ISBN 978-3-934983-06-9, 16,90 €
Aufruhr im Schloss des Sonnenkönigs! Gerade am Geburtstag der beiden Himmelskinder - Sonnenkind und Mondkind - verschwindet der Sternenstaub der Sterne spurlos. Ohne den Sternenstaub aber fallen alle Sterne vom Himmel. Sofort machen sich die zwei Himmelskinder auf den Weg, um den Sternenstaub zu finden. Ihre abenteuerliche Reise führt sie durch die zwölf astrologischen Tierkreiszeichen, und in jedem Zeichen erleben sie fantastische Abenteuer.
Für die Eltern: Hier wird keine trockene Astrologie erklärt. Vielmehr wird die Charakteristik jedes einzelnen Tierkreiszeichens in Form einer märchenhaften und abenteuerlichen Geschichte erzählt.
Leseprobe: Na so was, sie befanden sich wieder im selben Garten, aber doch sahen die Bäume jetzt anders aus. Sie trugen keine Knospen mehr, sondern Blüten in allen Farben. Ein laues Lüftchen wehte, das Gras schimmerte in sattem Grün und war so hoch, dass es bald gemäht werden sollte. Als die Kinder weiterliefen, kamen sie zu einem alten, verfallenen Haus, in dem wohl große Armut herrschte.
Davor saß eine freundliche Frau, die ein altes, abgetragenes Kleid trug, aber sehr sauber und gepflegt aussah. Auf ihrem Schoß saß eine Katze, die sie zärtlich streichelte.
"Hallo liebe Kinder!", sprach die Frau die beiden freundlich an. "Ich heiße Maria. Woher kommt ihr? Ach ihr habt sicher Hunger. Kommt doch zu mir rein. Meine Kinder kommen auch gleich von der Schule zum Essen nach Hause, dann könnt ihr gerne mitessen. Wir haben zwar nicht viel, aber es wird für alle reichen."
Auf einmal merkten die Zwillinge, wie hungrig und durstig sie waren, und freuten sich sehr über diese Einladung. Kaum hatten sie sich an den Tisch gesetzt, vernahmen sie auch schon Kinderstimmen.
"Mutter, wir sind da! Unsere Hände haben wir schon am Brunnen gewaschen, und wir bringen einen riesen Hunger mit."
Lachend setzten sie sich an den Tisch, die Mutter brachte jedem einen Becher Milch, gab ihnen ein kleines Stück Brot in die Hand und stellte jedem einen Teller Gemüsesuppe hin. Jetzt erst bemerkten die Kinder die Zwillinge. Lachend sagte Uschi, die Älteste: "Hallo, seid herzlich willkommen! Ich bin Uschi, das ist Conny, Gitte, Andi, Sascha, Maie, Joggi und unser Nesthäkchen Dani."
"Ich bin kein Nesthäkchen mehr, bin schon 6 Jahre alt", antwortete Dani trotzig. Vierzehn lustige Kinderaugen sahen Dani an, und keiner widersprach ihr. Als alle mit dem Essen fertig waren, fragten sie die Königskinder, ob sie zum Bach mitkommen wollten, dort gäbe es hin und wieder mal einen Fisch zu angeln. Sie räumten ihre Teller ab, bedankten sich bei ihrer Mutter für das feine Essen, nahmen die Königskinder an die Hand und gingen mit ihnen nach draußen. Nahe am Bach setzten sie sich auf die Wiese.
"Hier ist sie ja wieder!" Ganz aufgeregt stand Sascha auf und blickte sehnsuchtsvoll in den Bach hinein. "Die große Forelle! Seit zwei Jahren versuchen wir sie zu angeln. Aber sie ist zu klug, und schnappt nie nach dem Köder."
"Mhhhhh, die in der Pfanne zu Braten, was für ein Festessen das wäre", sagte Joggi ganz verträumt vor sich hin.
Da hielt Mondkind seine Hand über die Forelle, die im Wasser hin und her schwamm, und aus seiner Hand kamen tausend kleine Eiskristalle die in der Sonne wie Diamanten glitzerten, und die Forelle in Sekundenschnelle einfror. Die Forelle schwamm jetzt ganz oben und Sascha konnte sie mit einem Lachen um die Augen leicht aus dem Bach fischen.
Uschi aber sah die Königskinder erstaunt an und fragte: "Wer seid ihr nur?"

Mittwoch, 19. August 2009

Tatort Forschung

Bellinda
Tatort Forschung: »Verrat unterm Sternenhimmel«
Illustrationen von Ute Simon, ab 10, Loewe Verlag 2009, TB, 120 S., ISBN 978-3-7855-6798-2, 4,95 € (D), 5,10 € (A)
Florenz im Jahr 1617: In der Villa von Galileo Galilei herrscht helle Aufregung. Wichtige Berechnungen des Meisters sind verschwunden! Und dann wird auch noch der Wein vergiftet. Haben Galileis Feinde ihre Finger im Spiel? Oder steckt der verschlossene Schüler des Astronomen, Salvatore, hinter den Ereignissen? Galileis Sohn Vincenzio und dessen Freund Matteo nehmen den Fall in die Hand und stoßen schon bald auf ein gefährliches Netz aus Intrigen ... Leseprobe
Rezension Lernklick (Auszug): " ... Aufregende Ereignisse kreisen um den Wissenschaftler Galileo und nehmen Leser ab 10 Jahren mit ins Florenz im Jahr 1617. Zusammen mit den beiden jungen Protagonisten verfolgen sie die Galileogegner, die nach einigen falschen Verdächtigungen entlarvt werden und den Blick auf einen informativen Teil zur Zeit und Weltbetrachtung Galileos freigeben ... " Zur Rezension

Gerd Rübenstrunk
Tatort Forschung: »Explosion in der Motorenhalle« - Ein Ratekrimi um Rudolf Diesel
Illustrationen von Hauke Kock; ab 10, Loewe Verlag 2008, 128 S., Hardcover, ISBN 978-3-7855-5926-0, 7,90 € (D), 8,20 € (A)
München 1898: Die Vorbereitungen für die II. Kraft- und Arbeitsmaschinenausstellung laufen auf Hochtouren. Rudolfs Vater wird zum ersten Mal seine neue Erfindung, den Dieselmotor, vorstellen. Doch es gibt merkwürdige Zwischenfälle: Unheimliche Gestalten schleichen um den Ausstellungspavillon herum, und plötzlich explodiert einer der Motoren. Rudolf und seine Freunde versuchen, den Verräter zu entlarven, und geraten dabei selbst in Gefahr. Leseprobe
Rezension Lernklick (Auszug): " ... Wissenschaftliche Entdeckungen und Theorien werden in der Reihe Tatort Forschung zu packenden Ratekrimis. Bekannte Persönlichkeiten geben sich die Ehre, Protagonisten bleiben jedoch junge Spürnasen, die sowohl ungeklärten Fällen als auch wissenschaftlichen Hintergründen auf die Spur kommen. Rätselfragen an den Kapitelenden sorgen dafür, dass sich junge Leser direkt mit ins Geschehen ziehen lassen und ihre kleinen grauen Zellen anfeuern ... " Zur Rezension

Donnerstag, 2. April 2009

Meerestiere

Tierparadiese unserer Erde
Band 5: Meere - Ein faszinierender Einblick in die vielfältige Tierwelt unserer Erde
216 S., Hardcovver 4-farbig, ISBN: 978-3-577-07705-7, € 19,95 [D], € 20,60 [A], sFr 34,90
Über die Tierwelt in Hoch- und Tiefsee, in Schelfmeer und Küstengewässer sowie in den Eismeeren informiert dieses Buch umfassend.
Rezension lernklick (Auszug): " ... Abtauchen in nasse Tiefen, den Schwärmen folgen und sich an beeindruckenden Nahaufnahmen teils gruselig, teils putzig aussehender Meeresbewohner freuen, ist mit diesem Bildband kein Problem. Sachtexte zu den unterschiedlichen Lebensräumen unter Wasser und an der Küste gibt es gleich mit dazu, übersichtlich in Kapitel unterteilt und gut lesbar ... " - Zur Rezension

Ratekrimi um den Erfinder des Diesel-Motors

Gerd Ruebenstrunk
Tatort Forschung - »Explosion in der Motorenhalle«. Ein Ratekrimi um Rudolf Diesel
ab 10, Illustrationen von Hauke Kock, 128 S., Hardcover, ISBN 978-3-7855-5926-0, 7,90 € (D), 8,20 € (A)
München 1898: Die Vorbereitungen für die II. Kraft- und Arbeitsmaschinenausstellung laufen auf Hochtouren. Rudolfs Vater wird zum ersten Mal seine neue Erfindung, den Dieselmotor, vorstellen. Doch es gibt merkwürdige Zwischenfälle: Unheimliche Gestalten schleichen um den Ausstellungspavillon herum, und plötzlich explodiert einer der Motoren. Rudolf und seine Freunde versuchen, den Verräter zu entlarven, und geraten dabei selbst in Gefahr.
Rezension lernklick (Auszug): " ... Die Ereignisse rund um Rudolf, Johann und Clara verdichten sich als 1898 die zweite Kraft- und Arbeitsmaschinenausstellung näher rückt, auf der Rudolfs Vater seinen Dieselmotor erstmals im großen Rahmen präsentieren will. Gefahrvolle Situationen für die Kinder schließen an, ebenso wie Bilderrätsel und konzentriertes Mitraten durch die Leser. Kann in einem Bild nur schwer die gesuchte Auffälligkeit gefunden werden, hilft der Lösungsteil weiter hinten im Buch, eingerahmt von historischem Hintergrundwissen, dem Glossar und einem Experiment weiter ... " - Zur Rezension

Freitag, 13. Februar 2009

Tierparadiese unserer Erde

Atlantica Tierparadiese unserer Erde 01. Regenwälder
Von Ellen Astor, Mascha Bischoff, Veröffentlicht von Wissen Media Verlag, 2008, 215 S., ISBN 3577077018, 9783577077019, 19,95 Euro
Stichwörter und wichtige Sätze: tropischen Regenwald, Baumkängurus, Sumatra-Nashorn, Westghats, Faultiere, Nashornvögel, Lippenbären, Netzpythons, Fingertier, Orang-Utans, Tukane, Harpyie, Kolibris, Schimpansen, Kuskuse, Neuguinea, Mimese, Löwenäffchen, Madagaskar, Baumsteigerfrösche.
Was sind tropische Regenwälder? Amazonasbeckens, Sumatra-Nashorn, Madagaskar - Unerreichte Artenvielfalt: Faultier, Mimese, tropischen Regenwälder - Regenwälder in Südamerika: Kapuzineraffen, Schwarze Brüllaffen, Paranuss - Immer auf dem Sprung: Löwenäffchen, Totenkopfaffen, Faultiere - Harlekine in luftiger Höhe: Tukane, Kolibris, Jaguar - Große Hasenmaulfledermaus, Blattschneiderameisen, Harpyie, Ameisen - Gefürchtete Armeen des Regenwaldes: Baumsteigerfrösche, Mimese, Kaulquappen - Die Tropenwälder Afrikas: Schimpansen, Trockenwälder, Jane Goodall - Die sanften Riesen: Westlichen Flachlandgorilla, Waldelefanten, Madagaskar - Auf Bäumen und am Boden aktiv: Sumatra-Nashörner, Westghats, Lippenbären - Regenwälder in Neuguinea: Baumkängurus, Kängurus, Neuguinea - Kletterbeutler im Busch: Kuskuse, Tüpfelkuskus, Kletterbeutler - Die größten Schmetterlinge der Welt: Neuguinea, Raupe, Queen-Alexandra-Vogelfalter - Voransicht
Zur Reihe ATLANTICA schreibt lernklick: "... Eindrucksvolle Bilder entführen in der Reihe ATLANTICA Tierparadiese unserer Erde Naturbegeisterte in fünf Lebensräume. Flora und Fauna von Regenwäldern, Savannen, Wüsten, Polargebieten und Meeren präsentieren sich in ihrer Artenvielfalt. Einleitend bekommen Leser in jedem Band erst einmal einen Überblick über den vorgestellten Lebensraum, bevor weitere Kapitel feinere Unterteilungen nach geografischen Räumen vornehmen. Ob im Anschluss die wiederum nach einzelnen Regionen aufgegliederten Kapitel chronologisch gelesen werden, oder die Leser sich einfach von Artikel zu Artikel in das Buch ziehen lassen, ist den Naturinteressierten überlassen. Für Letzteres steht ein Register bereit, in welchem sich die Tiernamen und andere spannende Begriffe finden. Innerhalb der Kapitel verraten gut strukturierte und leicht verständliche Textabschnitte Allgemeines zum Lebensraum, bevor der Blick detaillierter zu einzelnen seiner Bewohner schwenkt, stets von ansprechenden Fotos unterstützt. Steckbriefe zu einzelnen Tieren bieten einen raschen Überblick, Info-Boxen zusätzlich spannende Details ..." Mehr zum Buch und Besprechungen anderer Bücher dieser Reihe auf lernklick.de

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Wie erkenne ich einen Baum?

Holger Haag
Welcher Baum ist das? - Unsere 50 wichtigsten Bäume & Sträucher kennen lernen

Unsere Altersempfehlung: ab 9 Jahre, Illustrationen von Sonja Schadwinkel, Kosmos Verlag 2008, 64 S., 120 Abbildungen, ISBN: 978-3-440-11392-9, 6,95 Euro
Kennst du die Bäume und Sträucher in deiner Umgebung? Dieser Naturführer zeigt dir die 50 wichtigsten einheimischen Bäume und Sträucher und ihre Besonderheiten. Einfach: Wie erkenne ich einen Baum oder Strauch? Mit naturgetreuen Farbzeichnungen und Einteilung der Bäume und Sträucher in Blatt- und Wuchsformen. Wichtig: Wo finde ich den Baum oder den Strauch und welche Merkmale und Besonderheiten zeichnen sie aus? Spannend: Extra-Kästen zum Mitmachen, Ausprobieren, mit vielen Tipps und zusätzlichen Fotos. Der Klassiker unter den Baumführern – jetzt endlich auch für Kinder!
Rezension auf lernclick (Auszug): "... Ein Gang durch den heimischen Mischwald bringt neben Entspannung auch gleich einen Wissenszuwachs mit, so die Spaziergänger mit dem entsprechenden Buch ausgestattet sind. Handlich, in einem Schutzumschlag auch vor leichtem Nieselregen geschützt, wird dieses Bestimmungsbüchlein bei der Identifizierung manch eines Baumes oder Strauches behilflich sein können, dank deutlicher Zeichnungen und kindgerechter Beschreibungen ... Ist die Bestimmung vor Ort mal nicht ausführlich möglich, können die Blätter einfach eingesammelt und mit nach Hause genommen werden. Doch Vorsicht: Einige sind giftig. Das verrät auch ein kleines Totenkopfsymbol auf der jeweiligen Erklärungsseite in diesem Baum- und Strauchführer. Da dieses bei den Kurzübersichten nicht mit abgedruckt ist, lohnt sich also stets ein Blick auf die ausführlichere Seite ..." - Weiterlesen auf lernclick.de

Mittwoch, 14. Mai 2008

100 spannende Experimente ...

Georgina Andrews, Kate Knighton
100 spannende Experimente
für Kinder

geb., 96 S., ISBN: 978-3-8094-2260-0, € 7,95 [D], € 8,20 [A], SFr 14,90
Naturwissenschaft, nein danke? Alles öde und kapieren tut man’s sowieso nicht? Von wegen! Dieses abwechslungsreiche und spannende Buch voll spannender Versuche räumt mit gängigen Vorurteilen und Ängsten auf. Es führt wissbegierige Kinder auf eine faszinierende Entdeckungsreise durch die Welt der Naturphänomene. Wie zum Beispiel entsteht ein Regenbogen? Was haben Pflanzen den Würmern zu verdanken? Wie macht man Papier? Wie funktioniert eine Lunge? Das alles können die kleinen Nachwuchsforscher hier in einfachen, aber dafür umso wirkungsvolleren Versuchen selbst herausfinden. Jedes Versuchsergebnis wird anschaulich erläutert. Und alle Experimente dieses Buches - ob Raketenrennen mit Luftballons, Schlangenbeschwörung mit dem Lineal, schäumende Monster oder elektrische Käfer – sind extrem unterhaltsam.

Samstag, 26. April 2008

Albert Einstein beantwortet Post von Kindern

Alice Calaprice (Hg.)
Lieber Herr Einstein
... Albert Einstein beantwortet Post von Kindern

Übersetzt von Erdmute Klein, Camus Verlag 2007, 176 Seiten, EAN 9783593379098, Euro 14,90 (Buch-Download von Verlagswebseite: 12.70 EUR), SFR 27,90
Gibt es Geräusche, wenn niemand da ist, der sie hören kann? Was macht, dass ein Vogel bunte Federn hat? Und warum gehen Sie eigentlich nicht mal zum Frisör? Fragen und Gedanken, die Kinder an den berühmten Physiker schrieben, und die Einstein zeitlebens nicht müde wurde zu beantworten.
Einleitung: In meinen früheren Büchern über Einstein veröffentlichte ich dokumentierte, verbürgte Auszüge aus Einsteins verschiedenen Schriften in dem Versuch, den mythologischen Einstein vom wirklichen Menschen zu trennen. Ein Charakteristikum von Mythen und Folklore ist, dass es keine korrekte oder letzte Fassung gibt – die Menschen schmücken das, was sie hören, aus, gestalten es persönlich und folgen in der Überlieferung dann ihren eigenen Interpretationen. Dies ist mit Einsteins Worten oft geschehen, indem mit seinem Namen Äußerungen verbunden wurden, um einem Argument oder einer Idee Glaubwürdigkeit zu verleihen, die er aller Wahrscheinlichkeit nach so niemals von sich gegeben hat. Es ist allerdings kein Mythos, dass Einstein Kinder respektierte und bewunderte, selbst wenn er ihnen gegenüber manchmal streng geklungen haben mag. Die Briefe und einige andere Dokumente werden hier im vollen Wortlaut wiedergegeben (mit Ausnahme zweier Briefe, die Auszüge aus langen Briefen an seine eigenen Söhne sind), in der Hoffnung, dass Ausschmückungen und unrichtige Darstellungen künftig keine Chance mehr haben. Leser, die ein vollständigeres Bild vom »Mann des Jahrhunderts« wünschen, können ergänzendes biografisches und bibliografisches Material, das am Ende des Buches aufgeführt ist, zu Rate ziehen. Kinderbriefe haben immer einen besonderen Reiz, vor allem, wenn sie an jemand Berühmten gerichtet sind. Es ist bekannt, dass Albert Einstein Kinder liebte. Viele von ihnen haben wohl diese grundlegende Zuneigung gespürt und sich deswegen gerne mit ihren Fragen und Gedanken an ihn gewandt. Natürlich hatte er nicht die Zeit, allen zu antworten. Doch einige der Briefe und Fragen oder die Kinder selbst haben ihn offensichtlich besonders berührt, und diejenigen hatten das Glück, eine Antwort zu erhalten. Diese Briefwechsel sind durch ihre Klarheit in Ton und Inhalt eine ideale Sammlung für Leser jeden Alters. Einige der ungefähr sechzig Kinderbriefe, die in diesem Buch versammelt sind, wurden in aller Unschuld und mit allen Schreibfehlern der Kindheit geschrieben, während andere eine ziemliche Großspurigkeit an den Tag legen oder auch ein über jeden Zweifel erhabenes Bewusstsein von Einsteins Ruhm. Wiederum andere wurden wohl von einem Elternteil angeregt, einige waren auch das Ergebnis von Briefprojekten, mit denen Lehrer Schulkinder beauftragten, die offenbar keine rechte Vorstellung von Einsteins weltweiter Bekanntheit zu haben schienen. Dennoch, die Mehrzahl der Kinder und Jugendlichen war sich bewusst, dass Einstein aus irgendeinem Grund berühmt war und Respekt verdiente. Viele der Kinder besaßen ein natürliches Interesse an Wissenschaft und waren mutig genug, sich für die Beantwortung ihrer Fragen direkt an einen weltberühmten Physiker zu wenden. Solche Briefe sind zeitlos, da viele Kinder mit Sicherheit auch heute dieselben Fragen stellen: »Beten Wissenschaftler?« »Ist Zeit die vierte Dimension?« »Was hält die Sonnen und Planeten auf ihrem Platz im Weltraum?« »Was ist Zeit? Was ist die Seele? Was verbirgt sich hinter dem Himmel?« »Wenn niemand da ist und ein Baum fällt, gibt es dann ein Geräusch?« Und sogar: »Halten Sie sich selbst für ein Genie?« Leider erhielten die Kinder nicht auf alle diese faszinierenden Fragen Antwort von dem vielbeschäftigten Mann. Zweifellos warteten viele von ihnen wochenlang auf eine Antwort und wurden immer wieder vom leeren Briefkasten enttäuscht. Auffallend an den Briefen ist, dass die Kinder Einstein ganz genau beschreiben, wer sie sind. Sie erzählen, wie alt sie sind, wo sie leben, wer ihre Geschwister sind, welche Themen sie interessieren und, frisch von der Leber weg, dass sie Probleme in Mathe haben. Einige versuchen, erwachsen oder altklug zu klingen, während andere unbefangen schreiben – wie Kinder, die sie ja auch noch sind. Die Briefe in dieser Sammlung wurden von Kindern aus der ganzen Welt geschrieben – Japan, Südafrika, Holland, Deutschland, England –, doch die meisten stammen von amerikanischen Kindern aus der Zeit, in der Einstein in Princeton lebte. Soweit mir bekannt ist, sind die hier abgedruckten Briefe von Einstein die einzigen, die im Einstein-Archiv aufbewahrt werden. Sie stammen alle aus einer Zeit, als Einstein bereits eine Sekretärin hatte, die seine Briefe für ihn abtippte und die Kopien ablegte. Es ist sehr wahrscheinlich, dass er schon früher mit Kindern korrespondierte, diese handschriftlichen Briefe aber nicht erhalten sind. Die Briefe, die im deutschen Original vorlagen, sind entsprechend der Vorlage inklusive eventueller Rechtschreibfehler abgedruckt. Bei den Übersetzungen aus dem Englischen wurden Fehler (auch eine eventuell fehlerhafte Grammatik) ins Deutsche übertragen, wenn diese dem jeweiligen Brief einen besonderen Charakter verliehen. Ich habe auch zwei Briefe hinzugefügt, die von Erwachsenen im Namen von Kindern oder über Kinder geschrieben wurden ... Vor allem aber hoffe ich, dass die Leser genauso viel Freude bei der Lektüre des Buches haben wie ich während der Arbeit daran. (Alice Calaprice, Princeton, New Jersey im Juni 2002) - Weiter auf der Verlagsseite zum Buch: (Download, Inhaltsverzeichnis ...)

Samstag, 23. Februar 2008

Forschungsstelle Kinder- und Jugendliteratur

Forschungsstelle Kinder- und Jugendliteratur der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Auf diesen Seiten finden Sie Informationen über Aktivitäten der Forschungsstelle, von aktuellen Veranstaltungen über Publikationen und Ausstellungen bis zu Forschungsziele­n.

Zum Beispiel:

- Ausstellungen "Verborgene Kindheiten. Soziale und emotionale Probleme in der Kinderliteratur" vom 15. 2. -14. 3. 2008 in der Internationalen Jugendbibliothek München/Schloß Blutenburg

- Aktuelle Neuerscheinungen: Verborgene Kindheiten - Soziale und emotionale Probleme in der Kinderliteratur; Herausgeber: Jens Thiele / Sabine Wallach, BIS-Verlag, Oldenburg 2007, ISBN 978-3-8142-2102-1, 20,00 EUR;
Zum Inhalt: Bilder- und Kinderbücher, die sich den verdrängten und verschwiegenen Themen heutiger Kindheit wie Einsamkeit, Vernachlässigung, Gewalt und Armut zuwenden, unterlaufen häufig, auch in ihren ästhetischen Formen, den "Schonraum Kindheit"; sie relativieren die traditionellen pädagogischen Setzungen und suchen den authentischen, unmittelbaren Zugang zu kindlichen Erlebensweisen. Dabei erweis sich die Kinderliteratur als ein Medium, das nicht nur die offenkundigen und spektakulären Fälle kindlicher Not aufgreift, die in den Medien beklagt werden, sondern auch den differenzierten, leisen Tönen Raum gibt ...