Sonntag, 29. November 2009

Adventskalender "Mathe" online

Mathe-im-Advent
lädt Euch ein zum Knobeln und Rechnen. Hier könnt Ihr Euch ab dem 1. November registrieren, ab dem 1. Dezember mitspielen und als Einzelspieler oder, gemeinsam mit Eurer Schulklasse, als Klassenspieler am Gewinnspiel teilnehmen. Um als Klasse teilzunehmen, muss euer/re Lehrer/in zusätzlich die Schulklasse anmelden. Vom 1. bis zum 24. Dezember öffnet Ihr täglich ein Türchen: Dahinter findet Ihr ausnahmsweise keine Schokolade, sondern eine spannende Matheaufgabe. Dann heißt es mitknobeln und hoffentlich gewinnen! Mitspielen kann jede(r), die/der Spaß am Knobeln hat. An der Auslosung der Gewinne nehmen jedoch nur Schülerinnen und Schüler bzw. Schulklassen der 5., 6. oder 7. Klassenstufe teil. Die Teilnahme ist kostenlos!
Auch einen Mathekalender für die 10. bis 13. Klasse findest du hier.

Samstag, 28. November 2009

Die Erdscheibe auf den Wasserbüffelhörnern

Guillaume Duprat
Seit wann ist die Erde rund? - Wie sich die Völker unseren Planeten vorstellten
Knesebeck Verlag 2009, geb., 61 S. mit 60 Illustrationen, ISBN 978-3-86873-135-4, 19,95 € (D), 34,50 sFr, 20,60 € (A)
Heute weiß jedes Kind, dass die Erde rund ist. Aber wie haben sich früher die Menschen unseren Planeten vorgestellt? Die Eskimos dachten ihn sich als Insel aus Eis, die auf dem Meer schwimmt. Für die Azteken war er ein riesiges Kreuz.
Die Chinesen wiederum glaubten, in einer Welt zu leben, die die Form einer umgedrehten Teeschale hat. Und Christoph Columbus nahm an, die Erde sei wie eine Birne geformt. Guillaume Duprat hat für uns die Vorstellungen der Menschheit von unserem Planeten gesammelt, nacherzählt und in wundervollen Bildern dargestellt.
Reichhaltig ausgestattet mit Karten und Symbolen, zahlreichen Illustrationen und Klapptafeln bietet der Band eine spannende Zeitreise für Groß und Klein. Eine Datumsleiste, die wichtige Erkenntnisetappen von der Frühzeit bis heute darstellt, gibt zusätzliche Orientierung.
Im WDR 2 Mittagsmagazin (24.11.09) stellte WDR 2 Wissenschaftsredakteur Jo Hecker das Buch von Guillaume Duprat vor. Das Gespräch führte Moderatorin Annette Wieners: Zum WDR

Mittwoch, 18. November 2009

Musikinstrumente für Kinder zum Zweiten

Musikinstrumente für Kinder (zum vorhergehenden Eintrag Musikinstrumente: Buch und Quartett) Dort hat Michael Doering einen Kommentar hinterlassen. Er betreibt den schönen Blog "Musikinstrumente für Kinder":
" ... Welches Musikinstrument passt zu meinem Kind? Ihr Kind möchte ein Musikinstrument erlernen? Oder Sie selber wünschen sich, dass Ihr Kind lernt, ein Musikinstrument zu spielen? Oder es gilt beides gleichermaßen? Wunderbar! Damit sind die beiden wichtigsten Fragen schon einmal geklärt, nämlich ob Ihr Kind überhaupt Lust hat, sich mit einem Musikinstrument zu beschäftigen und ob Sie bereit sind, es bei diesem Wunsch zu unterstützen. Kaum etwas ist nämlich schlimmer – und kontraproduktiver – als einem Kind gegen dessen Willen verhasste Musikstunden aufzudrängen, zusätzlich zur Schule und zusätzlich zu anderen Hobbys (oder noch schlimmer: anstelle der eigentlichen Interessen eines Kindes). Üben Eltern diese Art von Zwang aus, vergraulen sie ihrem Kind zuverlässig und für lange Zeit jede Freude an der Musik.
Sicherlich ist es statthaft (sogar elementar wichtig), sein Kind behutsam an Musik heranzuführen; und damit meine ich explizit keine “typische” Kindermusik. Wenn Sie allerdings merken, dass Ihr Kind allen vorgestellten Arten von Musik gegenüber abgeneigt ist und lieber Fußball spielt als Musik hört, so ist das völlig in Ordnung und man sollte das Thema “Instrument erlernen” erst einmal einige Monate zurückstellen. Außerdem ist nichts verkehrt daran, Fußball zu spielen. Es wäre im Nachhinein recht kurzsichtig gewesen, hätte man Lukas Podolski den Fußball verboten und ihn stattdessen gezwungen, Klavierstunden zu nehmen ... " Weiterlesen in Michaels Blog

Dienstag, 17. November 2009

Kurze Geschichten

Maya und Marvin Machalitza
Die Macha-Mäuse – von Kindern für Kinder
Ab 6 Jahren, R.G.Fischer Verlag 2009, 40 S. mit neun s/w- und zwei farbigen Zeichnungen, Pb., ISBN 978-3-8301-9891-8, € 9,80 (D), SFr 17,90
Dieses Buch wurde von den beiden Kindern Marvin und Maya (10 und 12 Jahre) für andere Kinder geschrieben und illustriert. Die einzelnen Kurzgeschichten geben einen lustigen, spannenden, aber auch zum Nachdenken anregenden Einblick in die Gedankenwelt der Kinder.
Leseprobe: " ... Der Ausritt
Heute machen wir mit den Ponys einen Ausritt. Ich freue mich riesig, denn ich bin auf einer Klassenreise, und zwar auf einem Ponyhof an der Ostsee.
Zuerst müssen wir, mein Freund Seyyid und ich, unser Pony von der Weide holen, dann gibt es eine kleine Reitstunde.
Endlich beginnt der Ausritt in den Wald. Am Anfang geht es auf einem sehr schmalen Pfad mit Dornengebüsch am Wegesrand voran.
Für mich ist es kein Problem, denn ich sitze auf dem Pony, aber für Seyyid, der neben mir geht, schon.
Die Dornen schneiden ihm durch die Hose in die Haut, so dass er hinter Joschi, so heißt unser Pony, gehen muss.
Nach ein paar Minuten kommen wir aus dem Gebüsch. Jetzt wollen wir zügig weiter, doch plötzlich bleibt unser Pony stehen. Was ist los? Da fängt Joschi an zu pinkeln, und wir beide lachen. (von Marvin)

Musikinstrumente: Buch und Quartett

Gerd Albrecht, Bettina Fellinger
Musikinstrumente und wie man sie spielt - Ein Führer durch das Orchester für kleine und große Leute
Zeichnungen von Camillo Osorovitz, mit CD, 65 S., Hardcover, ISBN: 978-3-254-00001-9, 19,95 €
„Man kann das Schlaginstrumentarium auch mit einer Zauberküche vergleichen. Wie ein guter Koch seine Gewürze mit feiner Zunge abstimmt, nachdem er sie mit geschickter Hand verteilt hat, so kann der findige Schlagzeuger in seiner Zauberküche die schönsten Leckerbissen für unsere Ohren zubereiten …“ – So bildreich führt Gerd Albrecht in seinem Buch „Musikinstrumente und wie man sie spielt“ kleine und große Leser – spielerisch und informativ zugleich – durch das Orchester. Entstehungsgeschichte, bauliche Merkmale, Tonerzeugung, Klang und Spielweise der Instrumente werden leicht verständlich und anschaulich geschildert. „Welches ist das älteste Instrument des Orchesters? Wo hat die Pauke auf dem Podium ihren Platz? Was ist ein „Zitronenmund“ und welche Rolle spielt er für einen Bläser?“ Das vorliegende Buch, das mit lebendigen sowie erklärenden Fotos und humorvollen Cartoons ausgestaltet ist, gibt Antworten auf derartige Fragen. – Und wie klingen nun die Kastagnetten? Die beigeklebte CD stellt die Orchesterinstrumente anhand von Originalbeispielen aus der Musikliteratur vor.

Atlantis Musikinstrumenten-Quartett - 36 Musikinstrumente und ihre Familien
mit Spielanleitung, Illustration: Camillo Osorovitz, Idee: Gerd Albrecht, Zeichnungen: Camillo Osorovitz, ISBN: 978-3-254-00100-9, 8,95 €
Ein klassisches Quartettspiel, das Jung und Alt Freude bereitet und auf unterhaltsame Weise in die Instrumentenfamilien einführt.

Montag, 16. November 2009

Die Amadeus-Bande des Musikinternats

Brigitte Endres
Die geheimnisvollen Handschriften - Die Amadeus-Bande, Band 2
ab 9 Jahren, Illustriert von Christine Reinckens, Schott Music Verlag, 144 S., Hardcover, ISBN: 978-3-7957-0671-5, 9,95 €
Auf Burg Treuenfels herrscht geschäftige Betriebsamkeit: Schon bald soll ein Museum auf dem Burggelände eröffnet werden − mit originalen Handschriften von Mozart, Brahms und Mahler! Auch die Amadeus-Bande hat alle Hände voll damit zu tun, für das große Eröffnungskonzert zu proben und gleichzeitig alle Klassenarbeiten unbeschadet zu überstehen. Sogar Igel wirft sich ins Zeug und will den Lehrern zeigen, was er kann.
Doch dann entdeckt die Amadeus-Bande zufällig, dass Handschriften aus der neuen Museumssammlung in einem Auktionshaus versteigert werden sollen. Aber wie kann das sein? Gibt es die Original-Notenblätter etwa zweimal? Schnell steht für Amadeus, Fliege, Niko, Cosi und Malu fest: Es muss sich um Fälschungen handeln!

Brigitte Endres
Die verschwundene Millionen-Geige - Die Amadeus-Bande, Band 1
Illustriert von Christine Reinckens
154 S., Hardcover, ISBN: 978-3-7957-0651-7, 9,95 €
Wie kann man nur Amadeus heißen? Ein ziemlich uncooler Name, findet Nikolaj – der Neue im Musikinternat Treuenfels. Und überhaupt: Was soll er hier? Sein Vater, ein berühmter Tenor, ist auf Treuenfels zur Schule gegangen. Als ob das ein Grund wäre, auch ihn hier einzuquartieren! Dass Amadeus, Fliege, Cosi und Malu sich um ihn bemühen, kratzt Niko wenig. Doch dann wird nach einem großen Konzert eine Millionen-Geige gestohlen. Schnell wird Niko verdächtigt. Amadeus und seine Freunde wollen helfen, aber sie geraten in eine gefährliche Verfolgungsjagd ...
Die Amadeus-Bande besteht aus Amadeus, Fliege, Igel, Malu und Cosi. Sie stellen sich vor auf ihren Webseiten

Erinnerung: LESEFEST für Kinder, Jugendlichen, Eltern, Lehrer, Großelten und andere Interessierte!

Für Kinder - Mit Kindern - Von Kindern
Schon heute möchten wir alle Kinder, Jugendlichen, Eltern, Lehrer, Großelten und andere Interessierte zu unserem Lesefest am Bodensee einladen. Es findet statt am
Samstag, 28. November 2009, von 10 bis 17 Uhr
in 88131 Lindau am Bodensee
Ort: Freie Schule, Uferweg 5
Veranstalter des Lesefestes sind Papierfresserchens MTM-Verlag und die Lese-Drehscheibe, das Online-Magazin zur Leseförderung. Die Schirmherrschaft für diese lokale Veranstaltung hat Lindaus Oberbürgermeisterin Petra Meier übernommen. Sie wird zur Eröffnung des Lesefestes ein Grußwort sprechen. - Zu Gast sein werden an diesem Tag zahlreiche Autorinnen und Autoren aus dem In- und Ausland, die Kinder und Jugendliche mit viel Spaß und tollen Geschichten unterhalten möchten. Mit dabei natürlich auch sehr junge Autoren, die besonders von Papierfresserchens MTM-Verlag gefördert werden.

Der Verlag ist "Ausgewählter Ort im Land der Ideen“. Damit ist er Teil der Veranstaltungsreihe „365 Orte im Land der Ideen“, die gemeinsam von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ und der Deutschen Bank durchgeführt wird. Als „Ausgewählter Ort“ wird Papierfresserchens MTM-Verlag unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler im Jahr 2009 Deutschland als das „Land der Ideen“ repräsentieren und die Innovationsfreude unseres Landes erlebbar machen.

Nach der Preisverleihung geht es richtig los:
Nach dem offiziellen Teil mit Übergabe der Auszeichnung durch je einen Vertreter der Deutschen Bank und der Initiative "Land der Ideen" geht es dann richtig los: Außer Lesungen sind auch Workshops geplant, unter anderem eine Fortbildung für Lehrer, Erzieher, Leseförderer und andere Interessierte zum Thema „Förderung der Lesekompetenz – Kinder mit allen Sinnen für das Lesen begeistern“.

Ein Lesefest für Kinder und Jugendliche
"Wir wollen bei unserem Lesefest zeigen, wie viel Spaß es machen kann, sich mit Büchern zu beschäftigen“, sagt Veranstalterin Martina Meier. „Wir hoffen, dass wir vor allen Dingen zahlreiche Kinder und Jugendliche an diesem Tag begrüßen können, die Lust auf tolle Geschichten und mehr haben."

Einer der Gäste wird z.B. Patrick Addai sein. Er ist Kulturbotschafter der Welthungerhilfe und bezaubert mit wunderbaren Geschichten, in die er "das lachende Gesicht Afrikas" legte, seine Zuhörer. Sehr lebendig und mit viel Witz dürfen sich seine Zuhörer auf ein ganz besonderes Erlebnis freuen. Patrick Addai in unseren Blogs: Kinderbücher ... Bilderbücher ... Jugendbücher

KINDER und JUGENDLICHE ALS AUTOREN
Das Lesefest-Lesebuch: "Bodensee Geschichten"

Für unseren Verlag wäre das Lesefest kein richtiges Lesefest, wenn wir aus diesem Anlass nicht alle Kinder und Jugendlichen dazu auffordern würden, ein eigenes Lesebuch "Bodensee Geschichten" zu erstellen. Denn es ist ja gerade unser Anliegen, Kinder zum Lesen und eigenen Schreiben zu motivieren.
Deshalb rufen wir alle Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre auf, sich an dem Lesebuch-Projekt zu beteiligen. Mitmachen ist ganz einfach:
Schickt bis zum 15. Dezember 2009 dem Papierfresserchens MTM-Verlag einen Text mit maximal 5000 Zeichen zum Thema "Bodensee". Ob ihr dabei das "Ungeheuer vom Lake Konstanz" auferstehen lasst, eine echte Piratenstory an das Schwäbische Meer verlegt, Bodolz zum Schauplatz eines mörderischen Kurzkrimis macht oder ein Zwergenmärchen von der Insel Mainau erzählen möchtet, ist uns ganz egal. Ihr dürft auch reimen, euch literarisch experimentell ausdrücken - im Team oder in der Klasse gemeinsam einen Text erarbeiten - wichtig ist nur, dass die Geschichte aus eurer Feder stammt und mit dem Bodensee zu tun hat ... Mehr wichtige Hinweise dazu

Lernen kann Spaß machen

Amy MacDonald
Nie wieder fies
ab 10 Jahren, übersetzt von Cornelia Krutz-Arnold, mit Illustrationen von Cat Bowman Smith, geb., 207 S., ISBN-10: 3-7725-1663-7, ISBN-13: 978-3-7725-1663-4, 14,50 EUR
Ein herrliches, amüsantes Buch, das nicht nur Kinder mit Vergnügen lesen werden, sondern auch Erwachsene. Und für Lehrer sollte es zur Pflichtlektüre werden!
Das ist nicht möglich! Simon traut seinen Augen kaum. Ausgerechnet seine eigene Großtante Matilda übernimmt die Vertretung für seine Klassenlehrerin - in einer Klasse, die an der gesamten Schule als absoluter Albtraum bekannt ist. Wie sehr er auch die Besuche auf dem Hof seiner exzentrischen Tante genossen hat, so peinlich ist ihm doch der Gedanke, seiner Klassenkamerden könnten ihn mit dieser merkwürdig auftretenden Gestalt mit dem großen Hut, den verschiedenen Schuhen und ihrem befremdeten Verhalten in Verbindung bringen. Also beschliesst er so zu tun als kenne er sie nicht. Aber gerade ihre unkonventionelle Art, ihre originellen Unterrichtsmethoden, die nicht selten die anderen Lehrer an den Rand der Verzweiflung bringen, und ihr Humor gefallen seinen Mitschülern und zähmen diese wilde Klasse. Schlussendlich zeigt Matilda den Kindern, dass Lernen sogar Spaß machen kann, und wider Erwarten gewinnen sie sogar den begeehrten Preis für die fünften Klassen.
...Wie könnte eine Schule aussehen, in der es geniale Lehrer gibt, die ein pädagogisches Händchen für ihre Schüler haben? Die Amerikanerin Amy MacDonald erzählt in Nie wieder fies eine Schulgeschichte, die ganz im Gegensatz zur augenblicklichen kulturpolitischen Diskussion, verschärfter Disziplin und höheren Leistungsanforderungen eine glatte Absage erteilt. Die Antwort der Autorin auf schlecht erzogene, schwierige und faule Kinder ist eine Lehrerin mit Kreativität, Menschenkenntnis und einem Schuss Verrücktheit. Erzählt wird die Geschichte von Simon, einem der wenigen Musterschüler in dem wilden Haufen der fünften Klasse. Er ist völlig entsetzt, als für die Vertretung der verhassten Klassenlehrerin seine alte Großtante Mathilda erscheint, denn es fand sich kein Lehrer, der in dieser gefürchteten Klasse unterrichten wollte.
Leseprobe: " ... Simon wusste, dass Tante Mattie einen eisernen Willen hatte, auch wenn man das hinter ihrem weißen Haarschopf kaum vermutet hätte Aber selbst Tante Mattie konnte sich seiner Klasse gegenüber nicht behaupten. Oder doch? Nein, sie würden ein Schlachtfest mit ihr veranstalten. Und sie restlos in die Pfanne hauen. Sofort beginnt das Spielchen Vertretungslehrer versenken, nur, bei Mattie treffen sie auf die Falsche. Nach kurzer Zeit durchschaut sie ihre Schüler und trickst sie aus. Sie erweist sich als so findig im Ausdenken und Umsetzten verrückter Ideen, dass sie nicht nur die Kinder, sondern auch die Lehrer sprachlos macht und den Schulbetrieb stört. Ein Erfolg ihrer scheinbar wahnwitzigen Aktionen: Vieles, was im Schulalltag immer schon so gemacht wurde, erweisen sich jetzt als unsinnig. Für völlig verrückt hält sie ihre Klasse, als sie ihnen klarmacht, dass sie den Mathematikwettbewerb der Schule gewinnen können. Aber wir sind die Doofenklasse. Wir taugen zu gar nichts. Und am schlimmsten sind wir in Mathe, Physik und Chemie und auch sonst allen Naturwissenschaften. Doch sie haben nicht mit dem Einfallsreichtum ihrer Lehrerin gerechnet und so siegen sie nicht nur hier, sehr zum Erstaunen einiger konkurrierender Lehrer, sondern sie belegen auch den ersten Platz im Naturkundewettbewerb, für den sie eine Enorm Elysische, Eier aufschlagende und Frühstück machende Guten-Morgen-Weck-Maschine bauen. Aus der schwierigen Klasse wird eine verschworene Gemeinschaft, in der sich jeder seiner Fähigkeiten bewusst ist und erkennt, dass man an etwas glauben muss, auch wenn es auf andere noch so verrückt wirkt ... "
Empfohlen von der Redaktion Geo-Wissen und der Stiftung Lesen in Die besten Bücher für Ihr Kind in der Kategorie Lesen mit 7- bis 8-Jährigen (Geo-Wissen Nr.31: Lernen-Wissen-Bildung) - Zu einem Bilderbuch der gleichen Autorin vom kleinen Biber

Samstag, 14. November 2009

Zwei russische Märchen (russisch/deutsch)

Sammlung Alexander Afanasjews
Russische Zaubermärchen
Reclam, Russisch/Deutsch, Hrsg. u. Übers. von Martin Schneider, 206 S., ISBN: 978-3-15-018263-5, EUR (D) 6,00
Tschuda-Judo und Baba-Jaga – fremdartige und doch vertraute Wesen bevölkern den russischen Märchenwald. Alexander Afanasjew (1826-71) sammelte die Märchen nach dem Vorbild der Brüder Grimm; für diesen Band wurden elf der schönsten Texte ausgewählt und neu ins Deutsche übersetzt. Im Nachwort erklärt der Herausgeber u.a. die Zusammenhänge mit der deutschen Märchentradition.
Inhaltsverzeichnis: Das goldene Fischlein - Baba-Jaga - Die wunderschöne Wassilissa - Frolka-Stubenhocker - Iwan Bykowitsch - Der unsterbliche Koschtschej - Das Märchen von Iwan-Zarewitsch, dem Feuervogel und dem grauen Vogel - Der Meereszar und die weise Wassilissa - Schwesterchen Aljonuschka, Brüderchen Iwanuschka - Bis zu den Knien im Gold, bis zu den Ellenbogen im Silber - Die kluge Jungfrau und die sieben Räuber.

Alexander Puschkin
Das Märchen vom Zaren Saltan und seinem Sohn, dem berühmten und mächtigen Heldenfürsten Gwidon Saltanowitsch, und der wunderschönen Schwanenprinzessin
Reclam, Russisch/Deutsch, Hrsg. u. Übers. von Kay Borowsky, 79 S., ISBN: 978-3-15-018126-3, EUR (D) 3,00
Dimitrij S. Mirskij, einer der bedeutendsten russischen Literaturhistoriker, schrieb über Puschkins wohl schönstes Märchen: "Reinste und zugleich universale Kunst, die das sechsjährige Kind ebenso anspricht wie den sechzigjährigen Belesenen. Es bedarf keiner tiefgründigen Interpretation und erschließt sich dem Verständnis direkt und unmittelbar. Es ist weder leichtfertig noch geistreich, noch humorvoll, wirkt aber leicht, erheiternd und erfrischend."

Leseprobe: Alexander Sergejewitsch Puschkin
Märchen vom Zaren Saltan, von seinem Sohn, dem berühmten, mächtigen Recken Fürst Gwidon Saltanowitsch, und von der wunderschönen Schwanenprinzessin.

Saßen spät drei junge Mädchen,
schnurrend ging ihr Spinnerädchen,
redet eine von den drein:
»Ach, könnt ich doch Zarin sein!
Für die ganze weite Welt
hätt ich selbst ein Fest bestellt!«
Sprach die zweite von den drein:
»Schwester, könnt ich Zarin sein,
aller Welt mit eigner Hand
webt ich feine Leinewand!«
Sprach die Jüngste von den drein:
»Kam ein Zar, um mich zu frein,
schenkt ich ihm auf seinen Thron
einen rechten Heldensohn!«
Kaum der Wunsch gesprochen ward,
als die Türe leise knarrt:
Zu den Mädchen, zu den drein,
tritt der Zar des Landes ein.
Draußen stand er bei dem Reden,
hört' die Wünsche einer jeden,
was die Jüngste grad gesagt,
hat am meisten ihm behagt.
Sagt der Zar: »Gruß dir, der Schönen,
dich will ich zur Zarin nehmen.
Und bis zum September schon
schenk mir einen Heldensohn!
Aber ihr, ihr beiden andern,
macht euch auf, mit uns zu wandern,
bei der Schwester sollt ihr bleiben,
was ihr wünscht, das sollt ihr treiben:
Eine soll als Köchin leben
und die andre Leinwand weben.«

Die drei Mädchen, wie sie waren,
folgten zum Palast dem Zaren.
Gleich am Abend ward die Braut
ihm als Zarin angetraut.
Zar Saltan im Kreis der Gäste
mit der Zarin saß beim Feste;
drauf die Ehrengäste schreiten
und das Hochzeitsbett bereiten,
fein geschnitzt aus Elfenbein;
und man ließ das Paar allein.
Weberin und Köchin einen
sich, ihr Schicksal zu beweinen;
und es einen sich die beiden,
ihre Herrin zu beneiden;
doch das junge Zarenpaar
machte sein Versprechen wahr:
Eh die Hochzeitsnacht vergangen,
war der Heldensohn empfangen.

Zu derselben Zeit gab's Krieg.
Zar Saltan sein Roß bestieg,
bat die Zarin, sich zu wahren
ihm zuliebe vor Gefahren. –
Und indes er ferne weilt,
stark von Kampf zu Kampfe eilt
mit den rauhen Kriegsgenossen,
ist die Kindesfrist verflossen,
und Gott schenkt ihm einen Sohn,
ellenlang geboren schon.
Ihren Sprößling pflegt die Zarin,
wie ihr Junges pflegt die Aarin;
einen Boten, einen raschen,
schickt sie, froh zu überraschen
ihren Zaren. Doch die beiden
Schwestern, die ihr Glück beneiden,
mit der Base Babariche
sinnen sie auf arge Schliche,
fangen ab den ersten Boten,
den die Zarin selbst entboten,
senden einen andern fort
mit der Botschaft Wort für Wort:
»Deine Zarin hat geboren,
doch Gott weiß, was dir erkoren,
's ist kein Sproß für deinen Thron,
keine Tochter und kein Sohn –
's ist nicht Frosch und ist nicht Maus:
sieht fast wie ein Untier aus.« - Puschkin im Projekt Gutenberg-DE

Donnerstag, 12. November 2009

Gesangswettbewerb in der Waldschänke

die flottis
Unvergessliche Zeiten
Hardcover, 40 S., ISBN: 978-3-940367-67-9, 13,90 Euro
Es war einmal ein junger Luchs, der hatte nur einen Traum: Er wollte Musik machen und die Menschen landauf, landab damit erfreuen. Aber irgendwie wollte sich der Erfolg nicht einstellen.
Doch ein Gesangswettbewerb in der Waldschänke sollte sein Leben von Grund auf ändern. Der sympathische Musiker eroberte im Sturm die Herzen der Zuschauer. Für sie gab er einfach alles. Was hatte er auch schon zu verlieren? Einen „Plan B" für sein Leben gab es nicht. So setzte Tom alles auf eine Karte ... 
Ein wundervolles Bilderbuch nicht nur für große und kleine Fans, die die Musik von Thomas Godoj lieben, erzählt und bebildert von Menschen, die die Karriere des Mannes "ohne Plan B" von Anfang an begleitet haben.
die flottis: "Die Flotte" ist eine Gruppe Fans, bestehend aus engagierten und kreativen Menschen, deren Leidenschaft es ist, den Musiker Thomas Godoj und seine Band auf ihrem musikalischen Weg aktiv zu begleiten. Bei "den Flottis" ist jeder willkommen, der sich in irgendeiner Weise Thomas Godojs Musik verbunden fühlt.

Mittwoch, 11. November 2009

Else Ury's Nesthäkchen-Bücher

Else Ury
Nesthäkchen - Sammelband
Ab 10 Jahren, Aus der Reihe: Nesthäkchen, geb., 496 S., ISBN: 978-3-522-17115-1, 12,00 €, 12,40 € (A), 22,50 sFr
Nesthäkchen ist der Liebling der Familie. Nur Annemaries großer Bruder Klaus findet, dass sie viel zu sehr verwöhnt wird. Als jedoch eines ihrer Puppenkinder krank wird, steht auch er seiner kleinen Schwester mit Rat und Tat zur Seite. Kaum ist Puppe Gerda wieder gesund, beginnt für Nesthäkchen der Ernst des Lebens. Aber sie freut sich auf ihren ersten Schultag und kann es kaum erwarten, bis es endlich soweit ist.
Große Überraschungen hält nicht nur die Schule für sie bereit, sondern auch die Nordseeinsel Amrum, wo Nesthäkchen sich von einer schweren Krankheit erholt. Aufregende Tage werden es bis sie wieder nach Berlin zurückkehrt.
Die Autorin: Else Ury wurde 1877 als drittes Kind jüdischer Eltern in Berlin geboren.
Ihre erste Buchveröffentlichung „Was das Sonntagskind erlauscht" erschien 1905. Von 1914 bis 1925 erschienen insgesamt zehn Bände in der sehr erfolgreichen Reihe „Nesthäkchen". Am 12. Januar 1943 wurde Else Ury nach Auschwitz deportiert und vermutlich noch am gleichen Tag in der Gaskammer ermordet.
Mit dem „Nesthäkchen" schenkte Else Ury ungezählten Generationen lesehungriger Mädchen eine Identifikationsfigur, die auch heute noch auf junge Leserinnen und Leser Faszination ausübt. In den 38 Büchern, die sie geschrieben hat, spielte ihre jüdische Herkunft nie eine Rolle. Ihr Angebot richtete sich an alle Kinder gleich welcher Konfession. Sie wünschte sich eine Welt des friedlichen Miteinander der Religionen, Geschlechter und Völker. Ihr Werk, insbesondere die Serie der Nesthäkchenbücher, ist ein Teil unserer literarischen Kultur geworden. - Alle "Nesthäkchen"-Bücher

Dienstag, 10. November 2009

Vom Lehmhaus zum Wolkenkratzer

Susanna Partsch
Wie die Häuser in den Himmel wuchsen - Die Geschichte des Bauens
Ab 12 Jahre, Mit zahlreichen Fotos, Dokumenten, Zeichnungen und einem Sachregister, 208 S., ISBN 978-3-423-62110-6, Euro 12,50 [D], 12,90 [A], sFr 21,90
Angefangen hat alles mit Lehmhütten vor Tausenden von Jahren, heute herrschen andere Baumaterialien vor. Beton, Stahl und Glas ermöglichen es, gigantische Projekte zu verwirklichen. Wie ist das möglich? Wie tief muss ein Fundament im Boden verankert sein, damit ein Wolkenkratzer auch einem Erdbeben standhält. Das steht unter anderem in diesem Buch.
Darüber hinaus erzählt Susanna Partsch von der großartigen Erfindung des Glasfensters, von komfortablen römischen Badehäusern, von kleinen Stiegen und Ehrfurcht gebietenden Aufgängen. So entsteht eine lebendige Geschichte des Häuserbaus und der Stadtplanung, angereichert mit Fotos, Dokumenten, Zeichnungen und vielen Plänen.